close

Russland

Showing 4 results
Felix FichtnerHotelsRussland

Hotel Metropol, Moskau – Russland mit allen Sinnen erleben

Exterior Kopie

Wir haben Glück, der berühmt berüchtigte Moskauer Verkehr ist gnädig als wir uns den Weg durch den mannigfaltigen Stadtdschungel bahnen. Standesgemäß und komfortabel in einer der vielen schwarzen Limousinen, die aus dem heutigen Stadtbild der russischen Hauptstadt nicht mehr wegzudenken sind. Immer wieder wandert unser Blick durch die dunklen Scheiben nach draußen. Wachsam müssen wir sein, um auch Nichts zu verpassen.

Spannend und elektrisierend wirkt die 15-Millionen-Metropole. Entdeckt werden möchte sie, die Schöne an der Moskwa. Und wir können es kaum erwarten. Nach einer knappen Stunde erreichen wir unser Domizil der nächsten Tage: das legendäre Hotel Metropol im Herzen der Stadt.

Das Hotel

Das Hotel Metropol ist das geschichtsträchtigste Hotel in ganz Moskau. Ursprünglich als Privat-Oper erbaut, sollte hier der berühmteste Bassist der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Fyodor Shalyapin Konzerte geben. Doch 1901 wurde es bei einem Brand komplett zerstört, vom russischen Unternehmer Savva Mamontov wieder aufgebaut und 1905 als Hotel eröffnet. Seitdem ist das Metropol wie kein zweites mit der Geschichte Russlands verwoben.

Sei es durch die unzähligen Persönlichkeiten aus Politik, Adel, Kunst, Kultur und Gesellschaft, die hier zwischen Bolshoi-Theater, Duma, Rotem Platz und Kreml nächtigen oder und nicht zuletzt, weil Revolutionär Lenin 1918 im heutigen Frühstücks-Saal das Ende des Ersten Weltkriegs proklamierte.

Von 1917 bis 1931 wurde aus dem ersten Haus am Platz das „Haus der Sowjets“, bevor es zu seiner eigentlichen Bestimmung zurückfand: einem Grandhotel von Welt. Ein Ort der Eliten, der Freigeister und der Prominenz. Von Mao Tse-tung, George Bernhard Shaw und Marlene Dietrich über Indira Gandhi, Barack Obama, unzählige gekrönte Häupter und den King of Pop Michael Jackson bis hin zu Elton John. Alle waren sie da und alle kommen sie wieder.

Wir wissen warum: wer vom Haupteingang die Stufen zur Rezeption emporsteigt und durch die Hallen schreitet, erlebt, spürt und fühlt einen Teil dieser großen Geschichte – die von der hauseigenen Historikerin liebevoll konserviert und auf privaten Hausführungen mit unzähligen Anekdoten ausgeschmückt wird. Gleichzeitig fühlt man sich hier einfach wohl und geborgen. General Manager Dominique Nicolas Godat und seinem exzellenten Team sei Dank, die seit 2012 mit dem neuen Eigentümer Aleksander Klyachin nicht nur umbauen und modernisieren, sondern vor allem dafür sorgen, dass wir strahlen: das Metropol und seine Gäste.

Die Zimmer

Kein Zimmer gleicht dem anderen hier. 388 sind es an der Zahl, davon 69 Suiten mit teils sagenhaftem Blick auf die Wahrzeichen Moskaus. Allesamt sind sie mit kostbaren Antiquitäten und Kunst ausgestattet. Gut 80 Unterkünfte strahlen bisher im modernen Neo-Classique-Dekor. In sanftem Grau und warmen Erd-Tönen, mit großen Schränken und äußerst bequemen, großen federleichten Betten. Weißer Marmor soweit das das Auge reicht in den modernen Bädern, flauschige Bademäntel und bequeme Hausschuhe laden zum Verweilen und Entspannen ein.

Ein Highlight im Zimmer ist die Private Bar samt kleinem Büchlein voller Cocktail-Rezepte, edlen Kristallgläsern, KitchenAid-Geräten und Imperial Porzellan aus St. Petersburg. Täglich wird das große, kostenfreie Mineralwasser-Reservoir aufgefüllt. So geht Luxus in Russland!

Festsaal & Bar

Mondän sind alle Räume, selbst die Flure, die voller Bilder und Gemälde der internationalen Prominenz hängen. Nichts geht allerdings über den großen Festsaal (Lenin, Sie erinnern sich) mit der üppig dekorierten Glaskuppel, wo täglich das wirklich atemberaubende Frühstück serviert wird. Zu Live-Harfe-Klängen geraten selbst Frühstücksmuffel ins Schwärmen und schlemmen sich bei Kaviar und Champagner, frischen Säften und Eier-Speisen, sowie europäischen und asiatischen Köstlichkeiten einmal um die Welt.

Tagsüber oder auf einen Good-Night-Cup trifft man sich in der zentralen Shalyapin-Bar, die neben einer großen Getränke-, Wein- und Cocktail-Auswahl auch über ein wirklich sündiges Pâtisserie-Angebot verfügt.

Restaurant Savva & Chef Andrei Shmakov

Im März 2020 öffnet das hauseigene Fine-Dining-Restaurant Savva nach fast zweijähriger Umbauphase wieder seine Tore. Gespannt wartet die Moskauer Foodie-Szene auf die Neu-Auflage des Gourmet-Tempels, wo der Fernseh-erprobte Chef de Cuisine Andrei Shmakov in die Vollen gehen wird.

Kulinarisch liebt er die baltische Küche seiner Heimat Estland, wo er in Tallinn ein weiteres Restaurant betreibt und wöchentlich hin und her pendelt. Prägend war für ihn die Zeit bei Rene Redzepi im Noma rund um die Nordic Cuisine. Heute liebt es Andrei Shmakov, die glücklichen Gesichter seiner Gäste nach einem feudalen Mahl zu sehen. Er, dessen Leuchten in den Augen und dessen Leidenschaft für russische Produkte einfach ansteckend sind. Tomaten aus Usbekistan, die legendäre Kamchatka Krabbe und natürlich Stör und Kaviar satt durften bei unserem Tasting-Menü keinesfalls fehlen. Begeistert berichtete der Chef von russischen Riesengarnelen, die im Geschmack Langusten ähneln, von Sachalin Muscheln (einer pazifischen Auster), die süßer und geschmacksintensiver als ihre Cousinen aus der Bretagne daherkommen oder von zartestem Lamm aus Dagestan, östlich von Georgien.

Keine Frage, wir werden wiederkommen und uns von Andreis Modern Russian Cuisine in handwerklicher Perfektion und mit ganz viel Liebe zum Detail verzaubern lassen.

Probiert haben wir: Blanchierte Tomate aus Usbekistan mit Ponzu und Kamchatka Krabbe – Burrata mit Kohlrabi, Brokkoli, Birnen-Chutney und grünem Öl – Geröstete Kartoffel, Steinpilz-Espuma, Kartoffel-Popcorn, Kartoffel-Asche, Kaviar und Stör-Kartoffel-Brot – Braised Beef Ribs mit Jerusalem Artischocke und Aal-Sauce – Granola mit gebackenen Pflaumen, Whiskey und Miso, dazu Himbeer- & Estragon-Sorbet, Sahne und dehydrierter roter Beete. Welch ein Fest!

Spannend waren übrigens auch die russischen Weine und Schaumweine, die teils in erstaunlich guter Qualität präsentiert wurden. Erst seit zehn Jahren wird in Russland der Weinanbau wirklich professionell und auf internationalem Niveau betrieben – wir dürfen also gespannt sein, was die dortigen Önologen in Zukunft in den Fässern lagern.

WHAT ELSE TO DO IN MOSCOW?

Gehen Sie Spazieren! Gerade die Moskauer Innenstadt rund um den Roten Platz mit Kreml, Basilius-Kathedrale, Luxus-Kaufhaus GUM, Duma, Bolshoi-Theater, sowie das Viertel rund um die Petrovka Straße sind nur einen Steinwurf vom Hotel Metropol entfernt. Erkunden Sie die Stadt wie ein Local!

Besuchen Sie einen Supermarkt. Unser Liebling: Eliseevsky (Jelissejew) in der Tsverskaya Straße 14 – ein prunkvoller Laden, der bis spät in die Nacht russische Delikatessen, Obst, Gemüse, Backwaren und natürlich feinsten Kaviar anbietet.

Gehen Sie ins Museum! Atemberaubend ist die Tretyakov Galerie. Darin die größte Sammlung nationaler Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Natürlich auch mit Exponaten von Mikhail Vrubel, dessen Kunst an der Jugendstil-Fassade des Hotel Metropol zu sehen ist.

Fühlen Sie (auch heute noch) den Wind of Change – im Gorki Park und dem Garage Museum of Contemporary Art. Zeitgenössische Themen werden hier von internationalen Künstlern beleuchtet, während sich die junge Moskauer Hipster-Crowd zum Co-Working im Museums-Café (mit exzellenten Kuchen und bestem Service) trifft.

Gehen Sie ins Theater! Und tauchen Sie ein die Welt des Balletts im legendären Bolshoi-Theater. Noch heute lieben die Moskauer das Ballett mehr als jede Oper, weshalb die Vorstellungen grundsätzlich ausverkauft sind. Wer einmal eine Inszenierung dort gesehen hat, versteht den Zauber! Tickets erhalten Sie am einfachsten über die Concierges im Hotel Metropol, weil beide Häuser seit Beginn eine enge Freundschaft pflegen.

Erkunden Sie die aufstrebende Foodie-Szene Russlands! Genuss wird großgeschrieben in Moskau – reichlich probieren ist Pflicht! Am besten auf einer privat geführten Tour lokaler Food-Journalisten, die Ihnen die besten und angesagtesten Geheimtipps (georgisch, lettisch, usbekisch, tadschikisch) der Moskauer Foodie-Szene verraten. Buchbar über das Hotel Metropol.

Fühlen Sie sich wie der „Gentleman in Moskau“. In der fiktiven, aber realitätsnahen Geschichte wird Graf Alexander von den Kommunisten zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol verurteilt. Früher bereiste er die Welt, jetzt kann er nur noch aus den Fenstern seiner Unterkunft den Wirren der Zeit zusehen. Als ihm eine junge Frau anvertraut wird, ändert er sein Leben radikal und wächst über sich hinaus. Für alle Fans der Geschichte, in dessen Verfilmung Kenneth Branagh die Hauptrolle spielen wird, gibt es ein exklusives Gentleman in Moskau-Package. Lassen Sie sich inspirieren, genießen Sie die Lieblings-Speisen und -Getränke des Grafen – allen voran die besonderen Cocktails, die man unmöglich alle vier hintereinander auf ex trinken kann…

MURMELZ REISE TIPP

Ein Moskau-Reise-Special mit all unseren Tipps ist bei Murmelz-Travel.com erhältlich. Email: travel@murmelz.com oder +49 89 50 222 873.

Metropol Hotel Moscow - Feel the Spirit of Modern Luxury in Russa

Ein neues Highlight und unser HIDDEN GEM des Monats: das Metropol Hotel Moscow - neu auf Murmelz.com - und unsere aktuelle Reise-Empfehlung von Murmelz-Travel.com! CHECK IT OUT!.Video Copyright: Metropol Hotel Moscow

Gepostet von Murmelz. Food & Travel. am Samstag, 1. Februar 2020

Murmelz loves!


METROPOL HOTEL MOSCOW    

Teatralniy Proezd, 2 | 109012 Moscow | Russia

+7 499 501 78 00 | www.metropol-moscow.ru


Video & Fotocredits: © Hotel Metropol, Moskau | Felix Fichtner, Murmelz
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
read more
Felix FichtnerMoskauRestaurantsRussland

Dr. Zhivago, Moskau – Russian Bohème

Dr Zhivago Innen 2

Dr. Schiwago – ein Mann zwischen zwei Frauen, eine Gesellschaft zwischen herrschender Aristokratie, Revolution und zwei Kriegen und ganz viel russische Seele. Damals: Zutaten für ein Meisterwerk, das zu Weltrum gelang und für das Boris Pasternak 1957 den Literaturnobelpreis erhielt – Heute: Inspiration für Gastro-Entrepreneur Alexander Rappoport, der im Erdgeschoss des Moskauer Hotels National eine filmreife Kulisse gleichen Namens für seine Version der modernen russischen Küche erschuf: das Grand-Café Dr. Zhivago.

Das Restaurant

Wie in einer Filmkulisse fühlt man sich im Dr. Zhivago. Schneeweiße Wände bringen Gemälde der bedeutendsten sowjetischen Künstler (Malewitsch und Petrow-Wodkin) zum Leuchten, an der goldenen Decke funkeln prominent Rubinsterne um die Wette. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht heraus. Voll ist es hier, betriebsam geschäftig, vibrierend bohemièn! Überall sitzt verteilt ein Mix aus lokalen und internationalen Gästen, die rund um die Uhr in das mittlerweile sehr angesagte Restaurant gegenüber vom Kreml einkehren. Dabei ist es Alexander Rappoport gelungen, den ganz besonderen Charme seiner Vision zu bewahren. Gleichbleibende gute Qualität und moderate Preise haben aus dem Restaurant keinen Luxus-Tempel und schon gar keine Touri-Falle werden lassen. Der Service agiert äußerst freundlich, flink und hat sichtlich Spaß dabei, Ausländern wie uns, die russische Küche nahezubringen.

Die Küche

Sowjetische Bescheidenheit findet sich natürlich nicht auf den Tellern. Die ausladende Speisekarte offeriert einen Streifzug durch die reiche kulinarische Geschichte Russlands, die im Zhivago mit einer Portion Luxus aufgepeppt und im modernen Gewand auf die Teller gebracht wird. Klassisch und in bester Qualität der Kaviar zu Beginn samt Pfannkuchen, Blinis, Crème fraîche, Ei und Zwiebel.

Anschließend versuchten wir Pelmeni (Sibirische Fleisch-Ravioli), die in kräftiger Brühe gegart werden, sowie eine moderne Variante klassischer Kohl-Rouladen: hellgrüne, bissfeste Röllchen, die mit reichlich Flusskrebsen gefüllt und farblich umspielt mit einer kräftigen Krustentiersauce präsentiert wurden. Toll! Gefolgt von dem russischen Klassiker schlechthin: Boeuf Stroganoff, das hier in der Heimat ganz anders aussah, als wir es kannten, aber so fein, rund und harmonisch schmeckte, dass wir nur volle Punktzahl in Sachen Soulfood vergeben konnten.

Murmelz Tipp

Plätze im Restaurant sind sehr begehrt, deshalb wird eine rechtzeitige Reservierung (ca. 1 Woche vorher) dringend empfohlen. Auch herrscht ein strikter Dresscode: Sport- oder Beach-Wear sind nicht erlaubt.


Murmelz Vote

Das Grand-Café Dr. Zhivago ist so russisch, wie es russischer nicht sein könnte und dabei wunderbar stilvoll und modern. Auf der Karte findet sich die gesamte Bandbreite der lokalen Cuisine zum Entdecken und Genießen – ein Lokal zum Wiederkommen! Murmelz likes.

GRAND-CAFÉ DR. ZHIVAGO

im Hotel National

Mokhovaya str, 15/1 | 125009 Moskau | Russland

+7 499 922 01 00 | drzhivago.ru/en/


Fotocredits: © Felix Fichtner, Grand Café Dr. Zhivago
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
read more
Felix FichtnerHotelsMoskauRussland

Hotel National, Moskau – Russian Landmark

mowlc-exterior-6401-hor-wide

Wer im Hotel National mit Blick auf den Roten Platz, den Kreml und die St. Basilius Kirche nächtigt, taucht buchstäblich ein in die reiche Geschichte Russlands. Unzählig scheint die Galerie an Prominenten, Staatslenkern und Denkern, die alle hier schon genächtigt haben. Doch fasziniert das geschichtsträchtigste Hotel der Stadt, weil es im besten Sinn „aus der Zeit gefallen“ und dabei makellos zurecht gemacht ist – weil es Moskau und Russland mit allen Facetten er-leben lässt.

Das Hotel

Das Hotel National wurde 1903 vom russischen Architekten Alexander Ivanov erbaut. Wer hier wohnt, wünscht sich oft, die Wände könnten sprechen und würden einfach darauf los plaudern – erzählen, was sich alles in den letzten 100 Jahren so ereignet hat.

Zeiten des Wohlstands, Augenblicke der Verwüstung, Krieg, Revolution und Frieden – denn stets stand das National im Zentrum und damit an der Seite Russlands. Wer hier wohnt erlebt Geschichte zum Anfassen.

Die Lage des Hotels macht es darüber hinaus zum perfekten Ausgangsort für alle Besichtigungen. Gegenüber liegen Kreml, Roter Platz, das Lenin Mausoleum und die St. Basilius Kathedrale – unbedingt sehenswert ist auch das GUM, eine Luxus-Mall par excellence, die neben allerhand Boutiquen auch über ein erstaunliches Feinschmecker-Paradies mit Köstlichkeiten aus der ganzen Welt verfügt.

Ebenfalls zu Fuß erreichbar sind das Puschkin-Museum der Schönen Künste und das Bolschoi-Theater.

Die Zimmer

Jedes der 202 luxuriösen Zimmer ist mit handgefertigten Möbeln im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtet. Wirklich bemerkenswert ist der Zustand der gesamten Einrichtung im ganzen Haus. Ausnahmslos alle Möbel und Accessoires, so geschichtsträchtig sie auch sein mögen, scheinen makellos und top gepflegt. Liebevoll und kostspielig sind die 55 Suiten des Hotels mit seltenen russischen Antiquitäten ausgestattet – Vasen, Lampen, Spiegel, Statuen und Gemälde – ein Museum zum Anfassen.

Die Badezimmer sind teils etwas klein, was allerdings der historischen Architektur geschuldet ist. In puncto Ausstattung stehen sie in nichts nach. Gleiches gilt für Schränke und Ablagen, die aufgrund der Stilmöbel einfach nicht für Welt-Reisende gemacht sind.  Unterm Strich bieten die Zimmer aber alle Annehmlichkeiten, die von einem 5-Sterne-Hotel erwartet werden – inklusive kostenlosem und wirklich schnellem WLAN, Kaffee- & Tee, Minibar sowie DVD-Player in allen Zimmern.

Ein Fitnesscenter mit Pool und das Guerlain Beauty Studio runden das Wohlfühl-Angebot im Hotel ab. Spektakulär und mit keinem Geld der Welt zu bezahlen, ist der atemberaubende Blick aus einigen Zimmern auf den Kreml und den Roten Platz.

Die Restaurants

Die Frühstücks-Tische im Moskovsky Saal an den großen Panorama-Fenstern sind heiß begehrt. In kulinarischer Hinsicht bietet das National so ziemlich alles, was internationale Gäste aus Ost und West morgens zur Stärkung brauchen – inklusive ordentlichem Sekt von der Krim.

Das Hotel eigene Fine Dining Restaurant Beluga macht seinem Namen alle Ehre und firmiert als „Kaviar-Brasserie“. Dutzende verschiedene Kaviar-Sorten können in dieser luxuriösen Bar verkostet werden – in Tasting Setsoder ganz klassisch mit Ei, Crème fraîche, Zwiebeln und Brot. Russische Cuisine rundet das Angebot auf Sterne-Niveau ab.

Wie in einer Filmkulisse fühlt man sich im Restaurant Dr. Zhivago im Erdgeschoss des Hotels. Gastro-Entrepreneur Alexander Rappoport hat hier seine Vision eines modernen russischen Restaurants mit sowjetischen Wurzeln inszeniert. Ein schneeweißer Restaurant-Raum mit Gemälden der bekanntesten sowjetischen Künstler wie Malewitsch und Petrow-Wodkin, samt Rubinstern und goldener Decke. Exzellenter Service in charmanten Retro-Uniformen und eine Speisekarte zum Schwelgen in russischen Klassikern, die modernisiert und luxuriös aufgepeppt richtig gute Laune machen.

Eine rechtzeitige Reservierung wird dringend empfohlen und das obwohl das Restaurant 24 Stunden geöffnet hat.

Murmelz Vote

Das Hotel National im Herzen von Moskau ist eine Grand-Hotel-Institution, die man erlebt haben muss. Illustre Vergangenheit verschmilzt hier mit luxuriöser Gegenwart und bleibt herrlich unique.

HOTEL NATIONAL – A Luxury Collection Hotel

15/1 Mokhovaya Str. Bld. 1 | 125009 Moskau | Russland

+7 495 258 7000 | Website des Hotels


Fotocredits: © Felix Fichtner, Hotel National Moskau
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
read more
Felix FichtnerMoskauRestaurantsRussland

White Rabbit, Moskau – Vladimir’s Wunderland

Brot Uhr White Rabbit Murmelz Kopie

Vladimir Mukhin ist der Vorreiter der jungen russischen kulinarischen Elite – und ihr Posterboy. Bekannt geworden ist er mit seinem Restaurant White Rabbit im Herzen von Moskau, das aktuell auf Platz 13 der „World‘s 50 Best“ gelistet wird. Dort im 16. Stock des mondänen Smolensky-Gebäudes, zelebriert er die Lebensmittel seiner Heimat und schwelgt im modernen Prunk Russlands, im besten Sinn unterhaltsam umgesetzt, in der Welt von Alice im Wunderland.

Der Küchenchef

Schon als Kind hat es Vladimir Mukhin magisch in die Küche seines Vaters gezogen, den elterlichen Betrieb im Süden Russlands wollte er aber nicht übernehmen. Nach der Koch-Akademie verkaufte er sein Auto, ging hinaus in die Welt und nach Frankreich, um bei Sterneköchen wie Christian Etienne oder Michel Philibert zu lernen.

Zurück in Russland konzentrierte er sich auf das kulinarische Erbe seiner Heimat. Die Geschmäcker seines Landes und seiner Kindheit haben es ihm angetan. Und noch heute erzählt er mit funkelnden Augen, dass sein größter Schatz die gesammelten Rezepte seiner Großmutter sind.

Bevor Vladimir das White Rabbit eröffnete reiste er einige Zeit durch sein Heimatland, um die wirklich besten Zutaten für seine Küche zu finden. Wieder also einer, der regionale und lokale Lebensmittel featured? Ja und Nein. Die Größe Russlands verlangt danach, dass diese Kategorien anders gedacht werden. Der Schafmilchkäse zum Beispiel kommt aus Orlinoe im 1245km entfernten Bajdarska-Tal, der Kastanien-Honig aus Sotschi, 1360km von Moskau entfernt, die frischen Granatäpfel aus Albchasien schlappe 1793km im Südosten des Landes und die Butter aus Wologda mit 470km quasi ums Eck.

Seinen Stil nennt Vladimir Mukhin schlicht Russian Evolution. „Ich nehme die ursprüngliche russische Kochkunst und interpretiere sie neu. Dorsch aus Murmansk serviere ich mit Winterrettich und Topinambur-Crème. Die klassische Suppe Schtschi bereite ich statt mit Weißkohl mit Weinblättern zu. Kwas kombiniere ich mit Schafskäse und einer Soße aus gebrannten Haselnüssen.“, erzählt Vladimir als wir ihn nach dem feudalen Mahl in seinem geheimen Lab besuchen dürfen.

Das Restaurant

Etwas versteckt liegt die Tür zu den separaten Aufzügen, die uns in Windeseile in den bunten Gastro-Tempel katapultieren. Oben angekommen tauchen wir ein in Vladimir’s Wunderland und staunen nicht schlecht, als wir zunächst an einem Mannshohen Kaviar-Kühlschrank und gegenüber an mächtigen Aquarien mit Austern und riesigen Königgskrabben vorbeikommen. Vorbei geht es an der berühmten Uhr aus Alice im Wunderland, die hier als Brot-Station dient, die Treppen nach oben. Dort eröffnet sich ein immenser Rokoko-Speisesaal mit üppigstem Dekor, plüschigen Sofas, einer großen Bar und goldfarbenen Kissen. Viel Bling-Bling – aber es passt und macht mächtig Spaß! Wirklich Glück haben wir bei unserem Tisch in der Glaskuppel mit Blick über die ganze Stadt.

White Rabbit Tasting Menü

Selbstverständlich wählten wir bei unserem ersten Besuch Vladimir Mukhins Tasting Menü, zu dessen Begleitung wir auf Anraten unseres Kellners einen hervorragenden Weißwein von der Krim verkosteten.

Den Anfang machte Coco Lardo mit geräuchertem Kaviar und Schwarzbrot, klar und scheinbar unaufgeregt, doch welch filigranes Zusammenspiel von Texturen und Aromen im Mund. Gefolgt von Schwanenleber, die am Tisch mit Rhabarber-Marshmallows karamellisiert wurde. Der fette Wahnsinn, sämig, cremig: unbeschreiblich gut!

Danach: Muscheln mit Eukalyptus und Milch, sämige Buchweizen-Nudeln mit Seegras und Kaviar, eine Okroshka (kalte Sauerrahmsuppe mit gesalzenen Pilzen und Gurken-Sole, luxuriös gegrillter Kohl mit dreierlei Kaviar, gefolgt von Königskrabbe mit Äpfeln und fermentierter Zitrone, einem Eintopf aus Kabeljau, Pfifferlingen und Flusskrebsen, gegrilltem Rinderfilet mit Sauerampfer und Stachelbeeren, Black Bread mit Sauerrahm und Meerwasser, Erofeyich: ein Dessert aus Kondensmilch, gerösteten Haselnüssen und Aloe Vera, so russisch im Kern und welch ein Geschmack! Und vielen anderen kulinarischen Überraschungen mehr!

Murmelz Tipp

Der Service legt teilweise ein ziemliches Tempo vor – weisen Sie den Kellner einfach darauf hin, wenn Sie zwischen den Gängen kleinere Pausen einlegen möchten.

Murmelz Vote

Vladimir Mukhins White Rabbit rangiert nicht umsonst auf Platz 13 der besten Restaurants der Welt. Ein Besuch in seinem Wunderland offenbart die kulinarische Fülle und die reiche Geschichte Russlands. Aromatische Feuerwerke wechseln sich auf den Tellern ab und lassen das Lebenselixier unserer russischen Nachbarn er-schmecken: pure Lebensfreude im Hier und Jetzt. Murmelz loves!

WHITE RABBIT

Smolenskaya Square 3 | Moscow

+7 495 510 51 01 | whiterabbitmoscow.com


Fotocredits: © Felix Fichtner, White Rabbit Moscow
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
read more

Warning: Cannot assign an empty string to a string offset in /html/murmelz/wp-includes/class.wp-scripts.php on line 492

Warning: Cannot assign an empty string to a string offset in /html/murmelz/wp-includes/class.wp-scripts.php on line 492

Warning: Cannot assign an empty string to a string offset in /html/murmelz/wp-includes/class.wp-scripts.php on line 492

Warning: Cannot assign an empty string to a string offset in /html/murmelz/wp-includes/class.wp-scripts.php on line 492