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Feinkost

In unserer Rubrik “Feinkost” berichten wir über Geschäfte, Cafés und Concept-Stores mit dem besonderen kulinarischen Etwas!

FeinkostFelix FichtnerLifestyle

Mit der Bratwurst einmal um die Welt – Wurstschmiede, München

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Bestes regionales Fleisch aus Bayern und feine Gewürze, mehr kommt nicht rein in die Bratwürste von Jochen Donauer und Sascha Haas, den beiden Gründern der Münchner Wurstschmie.de. Seit April 2021 präsentieren sie fünf neue Sterne am leuchtenden Würstl-Himmel. Der BBQ-Sommer kann endlich kommen!

Kulinarisch um die Welt

Bunt wie der Regenbogen kommen die fünf Wurst-Varianten in ihren Papierverpackungen daher. Diversity auf dem Teller? Ja. Im besten Sinn. Wir haben bereits gebrutzelt und probiert und müssen sagen: selbst eingefleischte Steak-Liebhaber werden die Würstl der Wurstschmie.de lieben!

Thailändische Bratwurst

Grün verpackt ist die thailändische Bratwurst: die Wurst mit der alles begann, als Jochen 2011 auf einer Reise im Norden Thailands seine Liebe zur Sai Ua, einer thailändischen Wurstspezialität, entdeckt hat. Eine wahre Geschmacksexplosion auf dem Teller mit Kaffirlimette, Zitronengras, feurigem Chili und Koriander, deren Herstellung der kreative Film Editor noch vor Ort lernen durfte: echt und authentisch im Hinterhof der Tante eines privaten Reiseführers.

Zusammen mit seinem gleichermaßen koch- und kulinarikbegeisterten Freund Sascha, seines Zeichens Sportjournalist, musste die Wurst zuhause direkt nachgemacht werden. Ab dann avancierte die heimische Küche zum Versuchslabor für verschiedenste Wurst-Rezepturen. Familien und Freunde wurden zu Wurstverkostern, Kochbücher wurden gewälzt, Metzger und Gastronomen interviewt. Es wurde immer weiter gewurstet, gebraten und gegrillt, bis die beiden Wurst-Aficionados endlich zufrieden waren.

„Wir lieben Wurst. Und zwar so sehr, dass wir unsere eigene gemacht haben. Warum? Weil wir eine Wurst ohne Chemie wollten.“,

erzählen die Gründer der Wurstschmie.de

100% Regionales Fleisch aus Bayern

Deshalb kommt in die Würste auch nur bestes regionales Fleisch aus der Schweineschulter mit geprüft bayerischer Qualität. Von Landwirten, denen das Tierwohl am Herzen liegt und deren Fleisch einfach besser schmeckt. Zusatzstoffe oder Schlachtabfälle Fehlanzeige, denn Aromen oder Konservierungsstoffe haben in den kleinen Prachtkerlen der Wurstschmie.de nichts verloren. Hergestellt werden die Bratwürste in Gröbenzell von der Oberbayerischen Fleisch- und Wurst GmbH, mit denen Sascha und Jochen ihre eigenen internationalen Rezepturen zur Produktreife gebracht haben.

Indische Curry Bratwurst

Ein echtes „Om“ für die Geschmackssinne ist die indische „Curry“-Wurst mit ordentlich Kurkuma, Zimt und Ingwer. Echt viel Power und eine angenehme Schärfe stecken hier drin –  feine Aromen der indischen Küche entführen uns in die überwältigende Welt der bunten, quirligen Großstädte.

Italienische Bratwurst

Eleganter und trotzdem voller Leben: die italienische Bratwurst mit Fenchel, Knoblauch und einer Prise Chili – für jede Menge Amore. Wer Salsiccia mag, wird diese Bratwurst lieben.

Pfälzer Kartoffel Bratwurst

Deutsche Würstchen dürfen im Sortiment natürlich auch nicht fehlen. Raffinierter müssen sie aber sein. Wie die Pfälzer Bratwurst mit Kartoffel, Zwiebel und Majoran. Feines Brät mit saftigem Speck vermählt sich darin mit bissfesten Erdäpfeln zu einer klassisch-herzhaften Bratwurst-Variante.

Bayerische Leberkas Bratwurst

Und weil die zwei Münchner natürlich ihre Heimat, den Viktualienmarkt, sonnige Biergärten und das Oktoberfest lieben, haben sie ihre Hommage an den Leberkäs mit Muskat und Piment entwickelt – der Clou: der Senf steckt schon drin und sorgt für ein leicht süßes, aber deftiges Geschmackserlebnis. O’grillt is!

Wo gibt’s die Wurstschmie.de?

Aktuell werden die fünf Wurst-Sorten bei Bosfood im Online-Versand angeboten. Weitere Verkaufsstellen in lokalen Supermärkten befinden sich im Aufbau.

Auch freuen wir uns schon auf die angekündigten neuen Geschmacksrichtungen und die vegetarische Variante der Wurstschmie.de.

Murmelz Vote

Probiert haben wir alle Würstl: direkt vom Grill, ohne viel Schnickschnack, nur mit verschiedenen Senfsorten. 100% Wurst mit spannenden Aromen, die Lust auf Mehr machen! Kulinarisch geht’s hier einmal um die Welt. Wir sind Fans von der Wurstschmie.de und freuen uns, dass wir auf unseren chicen Outdoor-Küchen und Grills endlich hochwertige Würstl grillen können!

Murmelz loves.

WURSTSCHMIE.DE UG

Dreihmühlenstraße 29 | D-80469 München

www.Wurstschmie.de

Online erhältlich unter anderem bei Bosfood:

www.Bosfood.de/Wurstschmiede


Fotocredits: © Wurstschmie.de
Redaktioneller Beitrag | Kostenlose Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.
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FeinkostFelix FichtnerLifestyle

Frische Farbe auf den Tellern – Frühlings-Food-Boxen von FR Catering

Tobias und Helena Radjeh

Da blüht dir was! Würzburgs Spezialist für ausgefallene Event-Gastronomie FR Catering präsentiert ganz aktuell die neue Kollektion der Frühlings-Boxen. Bunt, frisch und lebensfroh kommen sie daher, die nachhaltigen Genießer-Boxen aus Franken und entführen uns kulinarisch: auf die Weide, aufs Feld und rein ins Beet!

Food-Boxen von FR Catering

Saisonale Köstlichkeiten aus besten regionalen Zutaten zaubern die kreativen FR Küchenchefs in die nachhaltigen Food-Boxen, die deutschlandweit per DHL verschickt werden. Damit sorgen die Genusshandwerker im Auftrag der Krabbe für ordentlich Abwechslung bei Meetings, hybriden oder digitalen Veranstaltungen und nicht zuletzt bei verschiedenen Feiern, wenn es darum geht Familienfeste teils live, teils digital zu organisieren oder kleine und große Geburtstagskinder so richtig hochleben zu lassen!

Frühlings-Boxen 2021

In diesem Jahr dreht sich bei FR Catering alles um kulinarische Leckerbissen: Auf der Weide – einem feinen 3-Gang-Menü aus Bärlauchsuppe mit Chili-Croutons, Lammragout mit eingelegter Paprika und Rosmarinkartoffeln und als Dessert einem weißen Schokoladenkuchen mit Rhabarberkompott. Um dieses köstliche Mahl abzurunden, empfehlen die FR Sommeliers einen feinen Blanc de Noir, der natürlich ebenfalls gleich in der stabilen Food-Box mittransportiert wird.

Wer kein Lamm mag, der wird Auf dem Feld fündig: vorneweg ein klassischer Spargel-Salat mit Essig-Öl-Vinaigrette, zum Hauptgang eine in altem Balsamico geschmorte Ochsenbacke, flankiert von einem cremigen Pastinaken-Püree und geschmorter Urkarotte und für hinterher ein fröhlicher Rhabarber-Crumble mit Zitrone und Vanille, der dank ausbalancierter Säure und wenig Zucker echte Frühlingsgefühle weckt. Ideal dazu, der empfohlene Rotwein im Gepäck, der Zolla Primitivo di Manduria, der nicht nur perfekt mit dem Balsamico-Backerl harmoniert, sondern auch Vor- und Nachspeise mit den feinen Aromen von Kirschen und Brombeeren umspielt.

Farbenfroh, gesund und munter – wir sind: Im Beet. Die vegane Box wartet mit einem echten Cross-Over-Menü auf. Zur Vorspeise ein arabisch-levantinisch angehauchter Gewürzblumenkohlsalat mit Sternanis, der auch von unserem Liebling Yotam Ottolenghi sein könnte, gefolgt von einem indischen Linsen Dal mit Süßkartoffeln, Kokosmilch und ordentlich Koriander und im Finale eine frische Grapefruit Panna Cotta. Charmant dazu die leichtfüßige Roséweinschorle von Schorlefranzi, in der sich Spätburgunder-, Saint Laurent- und Portugieser-Trauben aus Rheinhessen zu einem fruchtig-prickelnden Begleiter vermählen.

Individuelle Pakete & Snacks mit Suchtfaktor

Selbstverständlich können bei FR Catering auch ganz individuelle Genießer-Pakete zusammengestellt und in der ganzen Republik verschickt werden. Suchtfaktor haben übrigens auch die verschiedenen kleinen Snacks, die selbstverständlich alle hausgemacht in der Küche in Würzburg entstehen und jede Foodbox noch einmal richtig aufpeppen. Unser Favorit, nein Favoriten: die Nussmischung, der hausgemachte Crunch, der Humus und das Brot im Glas…und die raffinierten Energy Balls. Kleine feine Kraftpakete, die wir mit gutem Gewissen naschen.

ALL YOU NEED IS EAT. Frühlings-Boxen – Murmelz loves.

FR Catering

Murmelz-Ansprechpartner: Tobias Radjeh
FR Event und MesseCatering GmbH
Georg-Heinrich-Appl-Straße 2 | D-97234 Reichenberg/Klingholz
+49 9334 – 977910 | info@frcatering.de | www.frcatering.de


Fotocredits: © FR Catering
Redaktioneller Beitrag | Kostenlose Werbung, da Namensnennung und Empfehlung.
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Annette HanischBodrumFeinkostTürkei

Memecik Olivenöl – flüssiges Gold der südlichen Ägäis

Olivenernte Frau sortiert Oliven Oemer Dogan Murmelz

Ab Mitte Oktober, wenn die Sommerhitze vorüber ist und die ersten Regenfälle den “zweiten Frühling” im mediterranen Klima einläuten, wartet auf die Landbevölkerung im gesamten Küstengebiet der Ägäis ein letzter Kraftakt des Erntejahres: die Olivenernte.

Das ganze Jahr über standen die knorrigen Olivenbäume mit ihren silbrig-grau glänzenden Blättern mehr oder weniger unbeachtet herum, aber nun rumpeln die Traktoren zu den teils weit von den Dörfern entfernten Gärten und Berghängen und es werden Verwandte und Bekannte zusammengerufen, um gemeinsam die Früchte zu ernten, die – zumindest in guten Jahren – die Lebensgrundlage vieler Dörfler ausmachen. Auch heute noch gilt Olivenöl als “flüssiges Gold”!

Olivenbäume wachsen langsam – der Steckling trägt erst nach sieben Jahre erste Früchte – dafür können sie Hunderte von Jahren alt werden. Außerdem sind sie anspruchslos und brauchen nach den ersten Jahren nicht mehr gewässert zu werden. Selbst Waldbrände überleben Olivenbäume häufig ohne große Blessuren. Kein Wunder, dass sie ein wertvolles Gut sind, das über Generationen weitervererbt wird.

Unglaublich, aber wahr: In der Türkei ist es sogar möglich, sie als Besitz ihrer ursprünglichen Eigentümer beim Grundbuchamt einzutragen, wenn der Grund, auf dem der Olivenbaum steht, verkauft wird.

Die Oliven-Ernte

Doch eine mühsame Arbeit ist die Ernte schon, denn wem an optimaler Qualität gelegen ist, der pflückt seine Oliven von Hand und wartet nicht einfach, bis sie von allein herunterfallen. Manchmal sind die Bäume so hoch, dass die Dörfler die Oliven mit langen Stöcken abschlagen – ein zwar weit verbreiteter, aber fataler Brauch, weil die frischen Triebe, die im darauffolgenden Jahr die Oliven tragen würden, mit heruntergeschlagen werden…

Traditionellerweise ist das Abschlagen, Schütteln und Pflücken im Baum Aufgabe der Männer, während die Frauen die Früchte von unter dem Baum ausgebreiteten Planen auflesen und in die mitgebrachten Körbe und Eimer füllen. Dabei sortieren die Olivenbauern gleich die besten Oliven aus, um sie als Tafeloliven einzulegen. Die übrigen werden zur Ölproduktion gegeben.

Oliven-Verwendung

Da Oliven selbst in voll ausgereiftem Zustand zu bitter zum direkten Verzehr sind, müssen über verschiedene Behandlungen die Bitterstoffe entfernt werden.  Es gibt eine Vielzahl von Methoden, Tafeloliven zuzubereiten: man kann sie unreif (grün), mittelreif (violett-braun) oder reif (schwarz) verwenden, mit einem Stein zerstoßen oder längs anritzen, den Stein entfernen, mit Paprika oder Mandeln füllen, sie in einer Salzlake oder in Wasser einlegen, oder einfach nur in grobem Salz fermentieren lassen.

Oliven-Geschmacksrichtungen

Bedenkt man, dass allein in der Türkei über 90 verschiedene Sorten Oliven angebaut werden, die je nach Bodenbeschaffenheit, Höhe über dem Meeresspiegel und klimatischen Bedingungen unterschiedliche Aromen entwickeln, ergibt sich eine unüberschaubar große Anzahl an möglichen Geschmacksvarianten.

Ähnliches gilt für die Öle, die aus diesen verschiedenen Sorten gepresst werden. Von der südlichen Küste des Marmarameers über die Ägäisküste, entlang des Mittelmeers bis hin zur syrischen Grenze erstrecken sich die Olivenanbaugebiete der Türkei, wobei die Ägäis mit 53% der gesamten Olivenproduktion an vorderster Stelle steht. Einen besonders guten Ruf haben seit jeher die Olivenöle der nördlichen Ägäis um Ayvalık, wo auch die großen türkischen Olivenölfabriken ihren Sitz haben.

Oliven aus der Süd-Ägäis

Seit einigen Jahren jedoch holen die Olivenöle der Südägäis – also der Region südlich von Izmir, über Bodrum bis Marmaris – gewaltig auf. Ambitionierte Boutique-Erzeuger kehren verstärkt mit prestigeträchtigen Auszeichnungen von internationalen Wettbewerben zurück.

Zu Recht sprechen die Olivenbauern der Südägäis heute von einem Siegeszug der Memecik-Olive. Der Sorte, die erwiesenermaßen schon seit mindestens 2000 Jahren in den heutigen Provinzen Aydın und Muğla angebaut wird.

Memecik Olive

‘Memecik’ – auf deutsch „Brüstchen” – hat ihren Namen von der an eine Brustwarze erinnernden Verlängerung am unteren Ende der Frucht. Sie findet sowohl als grüne oder auberginenfarbene Tafelolive als auch in flüssiger Form ihren Platz in der regionalen Küche.

Der besondere Duft der Memecik Oliven

Erstklassiges Öl aus Memecik-Oliven verändert im Lauf der Jahreszeiten übrigens seinen Duft! Im Winter, also kurz nach der Erzeugung, duftet es nach frischem Gras und frisch gepflückten Tomaten. Im späteren Frühjahr und Sommer hat es eine Duftnote von Orangenblüte, bei besonders hochwertigem Öl gesellt sich auch der Geschmack nach grünen Pflaumen dazu.

Wie produziert und wie erkennt man gutes Extra Vergine Olivenöl?

Diese Frage beantwortet für uns der studierte Pharmazeut Atilla Totoş, der seit 2008 in Yatağan/Muğla, unweit von Bodrum, eine hochmoderne Ölmühle betreibt. Er presst dort das Öl für seine eigenen Marken, aber auch für andere Olivenbauern, die Totoş’s Sachkenntnis und die Ergebnisse der modernen Olivenöl-Technologie zu schätzen wissen. Auch ist Attila Totoş mittlerweile Vorsitzender der Vereinigung von Boutique-Olivenöl-Erzeugern der Türkei.

Atilla Bey, welche Beschaffenheit sollten Oliven haben, die Sie zur Gewinnung von Olivenöl verwenden?

Egal, ob noch grün oder voll ausgereift – für erstklassiges Olivenöl sollten nur unversehrte, direkt vom Baum gepflückte Früchte verarbeitet werden. Werden sie mit Stöcken abgeschlagen, prasseln sie aus großer Höhe auf den Boden und tragen dabei häufig Verletzungen davon. Oliven, die bereits auf dem Boden gelegen und dort zu faulen begonnen haben, verderben die Qualität des Öls vollends. Wichtig ist auch, dass Oliven möglichst schnell nach dem Pflücken verarbeitet werden und nicht tagelang in Säcke gequetscht, womöglich noch Sonne oder Regen ausgesetzt, auf die Weiterverarbeitung warten.

Worin unterscheidet sich Öl aus grünen von Öl aus schwarzen Oliven?

Mit der Ernte der unreifen grünen Oliven beginnen wir an der südlichen Ägäisküste bereits ab Ende September. Dann enthalten sie noch wenig Fett, haben aber einen hohen Anteil an Polyphenolen und Antioxidantien. Aus früh geernteten Oliven gewonnenes Öl ist sehr wertvoll und findet vor allem in der Heilkunde Verwendung. Hochwertiges Olivenöl hat unzählige heilsame Effekte: es wirkt blutdrucksenkend, regt den Stoffwechsel an, ist gefäßerweiternd, eignet sich zur Behandlung von Altzheimer und stoppt das Wachstum von Krebsmetastasen. Auf Wunden aufgetragen wirkt es heilungsbeschleunigend und in der Haut- und Haarpflege hat es seit Jahrtausenden seinen Platz. Der Ölgehalt der voll ausgereiften Olive ist höher – dafür ist der Anteil an medizinisch wertvollen Substanzen nicht mehr so hoch. Öl aus reifen Oliven wird daher vor allem in der Küche verwendet. Die positiven Effekte von Olivenöl verschwinden übrigens bei Hitzeeinwirkung. Wer mit Olivenöl kochen und möglichst viele gesundheitsfördernde Substanzen erhalten will, sollte sein Essen mit wenig Olivenöl kochen und den Rest des Öls zugeben, wenn das Gericht fast abgekühlt ist.

Welche Faktoren beeinflussen die Qualität des Olivenöls bei der Verarbeitung?

Moderne Ölmühlen arbeiten nach den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft und erzielen durch Abschirmung von äußeren Einflüssen wie Luft, Licht, Hitze und Feuchtigkeit bessere Ergebnisse als ältere Anlagen. Von ausschlaggebender Bedeutung ist, dass die Olivenmasse zu keiner Zeit mit Temperaturen über 27°C in Kontakt kommt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die tägliche Reinigung der Anlage. Reste von Oliven können fermentieren und sich so negativ auf die gesamte Folgeproduktion auswirken. Frisch gepresstes, naturtrübes Öl schmeckt fantastisch, aber es kann nur einige Wochen aufbewahrt werden, danach beginnt es zu fermentieren. Darum sollte das frische Öl etwa zwei Wochen in Chrom-Nickel-Tanks gelagert werden, damit sich Rückstände und Schwebstoffe ablagern können. Dann wird es gefiltert und bei einer gleichbleibenden Temperatur zwischen 18 und 22 Grad bis zur Abfüllung gelagert. In dunkel getönten Glasflaschen oder Metallkanistern hält es sich bei kühler Lagerung über 1 Jahr.

Woran erkennt man gutes Olivenöl?

Natürlich sollte man auf die Angaben auf dem Etikett schauen – erstklassiges Extra Vergine Olivenöl darf nicht mehr als 0,8% ungesättigte Fettsäuren enthalten, am besten ist ein Wert unter 0,3%. Aber auch Geruch und Geschmack des Olivenöls sind wichtig. Es sollte fruchtig riechen, leicht bitter schmecken und nach dem Verzehr ein leichtes Kratzen im Hals hinterlassen.

Wie sind Sie gerade auf die Memecik-Olive gekommen?

Ich komme zwar aus Ankara und hatte bis zu meiner Heirat mit Olivenöl kaum je etwas zu tun, aber da meine Frau aus Muğla stammt, haben wir uns hier niedergelassen. Ich wollte neben der Apotheke auch landwirtschaftlich tätig sein und hatte eigentlich an einen progressiven Molkereibetrieb gedacht. Aber dann wurde mir von vielen Seiten geraten, ich solle doch in die seit Jahrhunderten eher stiefmütterlich behandelte Produktion von Olivenöl investieren. Das habe ich gemacht, habe viel gelesen und experimentiert und dabei das große Potential der in Muğla und Aydın zwar weit verbreiteten, aber selbst in der Türkei nicht weiter hervorgetretenen ‘Memecik’-Olive entdeckt. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich durch meine erfolgreiche Teilnahme an internationalen Wettbewerben diese Olivensorte weltweit bekannt gemacht habe. Die Feinschmecker, die zu solchen Wettbewerben kommen, waren höchst erstaunt über die medizinischen Wirkungen und den hervorragenden Geschmack von Memecik-Öl. Als Apotheker interessiere ich mich natürlich besonders für die heilenden Eigenschaften der Olive. So stelle ich auch ein mit Olivenblätterextrakt versetztes Öl her, das nicht in der Küche verwendet, sondern wie ein Medikament täglich eingenommen wird. Olivenblätter helfen gegen Rheuma, Arthritis und arteriellen Bluthochdruck. Erst vor einigen Monaten wurde in einer wissenschaftlichen Studie an der Medizinischen Fakultät der Universität Ankara nachgewiesen, dass unser mit Olivenblätterextrakt versetztes Öl Mitochondrialdefekte in der menschlichen Zelle heilen kann.”

Welches Olivenöl sollte man kaufen?

Türkisches Olivenöl ist in Europa so gut wie unbekannt. Das liegt nicht in erster Linie an mangelnder Qualität oder unzureichender Menge – immerhin ist die Türkei nach Spanien, Italien und Marokko der größte Erzeuger von Oliven weltweit, Tendenz steigend. Neben einer Anzahl von großen Marken, die auch das qualitativ minderwertige, raffinierte “Riviera”-Öl anbieten, gibt es in der Türkei inzwischen eine Reihe sehr ambitionierter Boutique-Erzeuger, deren Öle von internationalen Wettbewerben mit prestigeträchtigen Preisen zurückkehren. Der europäische Olivenölmarkt ist jedoch dominiert von italienischen Herstellern, die kein Interesse daran haben, dass sich andere Exporteure etablieren. So wird es wohl noch eine Weile dauern, bis türkisches Olivenöl einer breiten Kundschaft in Deutschland zugänglich wird. Ein erster Schritt wurde gerade getan: Seit dem 23. Dezember 2020 wird “Milas-Olivenöl”(aus Memecik-Oliven) im EU-Qualitätsregister als geschützte Ursprungsbezeichnung geführt – als erstes türkisches Olivenöl und als fünftes türkisches Agrarprodukt überhaupt.

Olivenöl Produktion wie in alten Zeiten

Mehr Infos über Attila Totoş

Infos über die Produkte aus der Boutique-Olivenöl-Mühle TUAY finden Sie hier:

tuay.com.tr


Fotocredits: © Ömer Dogan, TUAY
Redaktioneller Beitrag | Kein Werbung.
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FeinkostFelix Fichtner

Gletscherfondue – feinstes Käse-Fondue aus der Schweiz

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Ein Käse-Fondue gehört für mich einfach zum Winter! Simpel, lecker und entschleunigend sorgt es für absoluten Soulfood-Alarm! Lange Zeit habe ich mit unterschiedlichen Käse-Mischungen zuhause experimentiert und anschließend begleitet vom ein oder anderen Stoßgebet fleißig gerührt, in der Hoffnung, dass sich das gelbe Gold mit ordentlich Kirschwasser, Weißwein und Speisestärke zu einer fein blubbernden Käse-Creme vermählt. Nicht immer hat es funktioniert, vor allem wenn die Zeit etwas knapp war.

Mittlerweile genießen wir Käse-Fondue zuhause deutlich entspannter. Neu für mich entdeckt habe ich das original Schweizer Gletscherfondue der Sennerei Pontresina, das in Deutschland von Daniel und Biggi Isenrichs Firma isiTrade aus München importiert wird.

Gletscherfondue

Seit bald 20 Jahren produziert die Sennereigenossenschaft Pontresina unter der Leitung von Hansjürg & Evelyne Wüthrich das Gletscherfondue in sechs unterschiedlichen Sorten. Anders als handelsübliche Käsefondues werden sie kalt angerührt, also nicht vorgeschmolzen oder vorgekocht. Auch verwenden die Eidgenossen keine Schmelzsalze oder Konservierungsstoffe: einzig bester Käse, speziell gereifte Halbhart- und Hartkäse-Sorten, Kirschwasser, Wein oder Champagner, Trüffel, Gewürze und Maizena (Speisestärke) stecken in den erstklassigen Fondue-Mischungen.

Murmelz Test

Probiert haben wir alle drei Käsefondue-Mischungen, die in Deutschland bei isiTrade erhältlich sind: die Hausmischung (600g/25€), als zweites Moitie-Moitie (600g/25€)aus Greyerzer und Freiburger Vacherin und die elitäre Champagner-Trüffel-Variante (600g/29,80€).

Echtes Hüttenfeeling kommt mit der herzhaften Hausmischung auf. Mehr als frisches Weißbrot, Mixed Pickles, Kirschwasser und einen frischen, säurebetonten Weißwein braucht man nicht zum Genießen.

Etwas feinmundiger die Halb-Halb-Variante aus Greyerzer und Vacherin fribourgois. Ideal ist hierzu neben frischem Brot das legendäre Schweizer Mostbröckli oder – falls nicht erhältlich – hauchdünn geschnittenes Bündner Fleisch. Für Abwechslung auf den Tellern sorgt schließlich das feine Trüffel-Käse-Fondue mit Champagner, das nicht nur betörend duftet, sondern auch mit ordentlich Trüffelstücken in der Käse-Mischung überzeugt.

Fein abgestimmt, mit angenehmer Säure und schön cremig waren alle drei Fondues.

Unser Tipp: ab 4 Personen lohnt es sich zwei verschiedene Fondue-Varianten zuzubereiten und sich genüßlich durchzukosten.

Murmelz Tipp

Für Murmelz-Leser bieten die Importeure Daniel und Biggi Isenrich ein spezielles Kennenlern-Angebot in diesem Winter. Mit dem Gutschein-Code “murmelz2021” gibt es im Online-Shop von isiTrade satte 10% Rabatt auf die Bestellung.

Zubereiten & Genießen

So gelingt das Käse-Fondue im Handumdrehen!

Reiben Sie das Caquelon mit einer Knoblauchzehe (oder zwei) aus. Das sorgt für einen angenehmen Geschmack und, dass sich der Käse nicht so leicht anlegt.

Öffnen Sie dann den Beutel und leeren Sie den Inhalt ins Caquelon oder eine beschichtete Pfanne. Schmelzen Sie den Käse unter ständigem Rühren auf mittlerem Feuer. Das geht unserer Erfahrung nach relativ schnell. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Käse-Masse kontinuierlich in Achten gerührt wird.

Zum Anrichten stellen Sie das Caquelon oder die Pfanne auf ein Rechaud. Wir haben das Fondue erst in einer Pfanne geschmolzen und dann zum Servieren ins Caquelon umgefüllt. Hat perfekt funktioniert.

Geniesser-Tipp: Anstelle von Weißbrot eignen sich auch gedämpfte Kartoffeln oder vorgegarte Blumenkohl-Röschen. Damit avanciert das Käsefondue zur glutenfreien Variante. Mixed Pickles, Cornichons & Co., echtes Mostbröckli, hauchdünnes Bündner Fleisch oder Pastrami dürfen bei uns auch bei keinem Käse-Fondue-Abend fehlen. Als Getränke empfehlen sich Grüner Tee oder ein säurebetonter Weißwein.

Kirschwasser-Tradition: manche unserer Schweizer Freunde tauchen ab und an ihr Brotstück erst ins Kirschwasser und dann in den Käse. Das sorgt für ordentlich Umdrehungen und Schwung in der Bude. Auf jeden Fall gilt aber die Regel, dass wenn ein/e Tischnachbar/in ein Stück Brot im Käse versenkt, eine Runde Kirschwasser für den Tisch ausgegeben werden muss.

Haltbarkeit & Versand

Ungeöffnet ist das Gletscherfondue mindestens vier bis sechs Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) hinaus im Kühlschrank haltbar.

Tiefgekühlt (-18°C oder tiefer) kann das Gletscherfondue fast unbegrenzt im Tiefkühlgerät gelagert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass mit zunehmender Tiefkühlzeit spürbare Veränderungen der organoleptischen Eigenschaften (Geschmack und Konsistenz) eintreten können. Wir haben es ausprobiert und die Tiefkühlung von ein paar Wochen war gar kein Problem.

Versendet wird das Gletscherfondue übrigens in gekühlten Boxen, die nachhaltig und recyclebar sind. Das gefällt uns gut, auch wenn die Kosten dafür etwas höher erscheinen.

Unverträglichkeiten & Allergene

Milchproteine (Milcheiweisse), der sehr geringe Restlaktosegehalt von gereiftem Käse und die in einigen Sorten enthaltene Gewürzmischung (Muskatnuss) können in Einzelfällen Unverträglichkeiten auslösen. Allerdings wird das Käsefondue meist auch von laktoseintoleranten Personen gut vertragen, berichten uns die Hersteller aus Pontresina. Das liegt eben an dem sehr geringen Restlaktosegehalt des Schweizer Käses.

Murmelz loves!


GLETSCHERFONDUE

Preise:

Hausmischung: 25€ / 600g

Moitie-Moitie: 25€ / 600g

Champagner & Trüffel_ 29,80 / 600g

isiTrade UG

Stargarderstr. 26 | D-81927 München

+49-89-92792719 | www.isi-trade.de


Fotocredits: © isiTrade UG, Felix Fichtner/Murmelz
Redaktioneller Beitrag | Kostenlose Werbung, da Namensnennung und Verlinkung.
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Drinks & DreamsFeinkostFelix FichtnerWein

Ômina Romana – edle Weine aus Latium

omina-romana-bianchi-rossi-colline-castelli-romani1 Copyright Italia a Tavola net

An einem sanften Hang auf rund 200m über dem Meeresspiegel liegen die Weinberge des noch recht jungen Weinguts Ômina Romana der deutschen Unternehmer-Familie Börner. 40 Kilometer sind es nach Rom, 25 ans Meer. Damit liegt das Gut mitten in Latium, was bei Weinkennern zunächst die Stirn in Falten legt. Berühmte Weine gibt es hier bisher nicht. Nach der ersten Verkostung weicht dieser Zustand entspannter Freude, denn: der Chardonnay behauptet sich souverän mit  Meursaults oder Batard-Montrachets, der Cabernet Blend hängt den ehrwürdigen Sassicaia ab und der Merlot wird ebenbürtig dem Masseto gepriesen. Eine irre Geschichte rund um feinste Tropfen.

Das Anbaugebiet

Latium ist bisher keineswegs für herausragende Weine bekannt. Doch verfügt die eigentliche Wiege der europäischen Weinkultur über beste klimatische Voraussetzungen. Tagsüber weht die frische Brise vom Meer herüber, nachts bläst der Wind aus den Albaner Bergen – ideale Bedingungen also für die Gesundheit von Blättern und Trauben. Ein kühles Frühjahr, im Sommer Sonne satt ohne extreme Hitze und ein milder Herbst sorgen für eine harmonische Reife der Trauben ohne grüne Noten, was extrem wichtig für die Aromen und die Harmonie des Weins ist. Der Vulkanboden, reich an Mineralien, sorgt für Kraft in den Reben und einen intensiven Geschmack. Niedrige Erträge und noch von Hand verlesene Trauben garantieren Reinheit und bilden die Grundlage für den Ausbau im Keller. Den letzten Schliff erhalten die Weine nach der Gärung durch eine mindestens sechsmonatige Lagerung auf der Feinhefe und den wundervollen Phenolaustausch in kleinen Fässern aus französischer Eiche unterschiedlicher Röstgrade. Anschließend folgt die Reife in der Flasche, für die sich ebenfalls viel Zeit genommen wird. Dank soviel Zuneigung werden die Weine von Ômina Romana zu etwas ganz Besonderem.

Familie Börner und ihr Weingut

2007 fuhr die deutsch-italienische Familie Börner nach Italien in den Urlaub und liebäugelte damit, sich ein Sommerdomizil zuzulegen. Dass daraus ein mittlerweile 80 Hektar großes Weingut würde, in der antiken Gemeinde Velletri, wo einst Kaiser Augustus geboren wurde, hätten sie sicher nicht gedacht. 

Mittlerweile führt Tochter Katharina den Betrieb, dessen Aufsehen erregende Weine bereits kurz nach der Markteinführung Goldmedaillen sammelten.

Alles in allem ein erstaunlicher Erfolg, denn erst nach dem Familienurlaub begann die Bepflanzung mit besten Reben, die auf Basis von ausführlichen Analysen der deutschen Weinuniversität in Geisenheim ausgewählt und mit autochthonen Sorten kombiniert wurden. Elf rote und sieben weiße Trauben wachsen heute auf dem Gut. Angebaut werden Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot – Petit Manseng und Tannat, sowie die einheimischen Bellone und Cesanese und andere.

Über 30 Mitarbeiter verfügt Ômina Romana inzwischen, die vom Önologen Claudio Gori und der Agrarwissenschaftlerin Paula Pacheco angeleitet werden, und die sich allesamt um 70 Hektar Wein und 10 Hektar Oliven kümmern. 

Intensiv begleitet wird das Projekt nach wie vor – und das ist einzigartig – von den Universitäten in Geisenheim und Florenz, vom Instituto Tecnico Agrario Garibaldi in Rom und dem Instituto di Ricerca sul campo agrario in Velletri. Damit dürften die Reben auf Ômina Romana die am besten dokumentiertesten überhaupt sein. Nicht nur trägt jede Pflanze ihre eigene Nummer. Ein jeder Stock wird genau beobachtet und fortwährend beschrieben. Neue Theorien der Universitäten werden erprobt und Rückschlüsse gemeinsam gezogen, was sich letztendlich äußerst positiv auf die Produktivität des Weinguts und vor allen Dingen auf die Qualität der Weine auswirkt.

Die Weine

Sowohl reinsortige Weine, als auch Cuvées von erstaunlich hoher Qualität, die nach römischen Göttern benannt wurden, sind derzeit im Handel und gehobenen Restaurants erhältlich. Probiert haben wir Diana Nemorensis I 2017, ein Mix aus Cabernet Franc, Merlot und Cabernet Sauvignon mit Eleganz, Robustheit und viel lebendiger Kraft aus der Natur – ein Sinnbild der Jagdgöttin Diana.

Weiter ging es mit Ceres Anesidora I 2015, eine Selektion aus den besten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon Trauben und damit eine Hommage an die römische Göttin des Ackerbaus. Kraftvoll und üppig ist dieser Wein, lebendig und tief.

Als drittes den Cesanese 2015, die edelste rote Rebsorte des Latiums. Fruchtig und mineralisch, kräftig und gleichzeitig samtig kommt dieser autochthone Tropfen daher und spiegelt mit seinem einzigartigen Geschmack die typischen Merkmale der Region wider. 

Ebenfalls ausgesprochen fein der Chardonnay 2019, der nur in Zeilen mit Osund auf sandig-lehmigen Boden angebaut wird. Ein perfekter Weißwein der es mit den Großen aufnehmen kann, äußerst aromatisch, mit starkem Charakter und Mineralität. Murmelz likes.

Vino e Opera – das Opernfestival

Soviel Genuss ist für die Börners aber nicht genug. Als besonderes Erlebnis für alle Sinne findet auf Initiative der Familie einmal im Jahr die Event-Reihe Vino e Opera in Ravello statt. Ein Genuss-Spektakel der ganz besonderen Art, weil sich unterschiedliche Musikstile, wie Klassik, Oper, Jazz, Pop und Rock auf kunstvolle Weise mit der Degustation der Ômina Romana-Weine vermählen.

Entstanden ist das Event, weil ein Künstler bei einer Degustation Anton Börner erklärte, dass er in seinen Weinen Musik hören könne. Geruch und Geschmack kreierten Melodien, sodass der Künstler den Weinen schließlich einzelne Musikinstrumente zuordnete, die von einer Opernsängerin aus Neapel mit Arien ergänzt wurden. Seitdem eröffnet der Opernabend die Veranstaltungsreihe, die sich ab Mitte August jährlich durch den ganzen Sommer zieht.

Wahrlich ein kunstvolles Erlebnis für alle Sinne, denn: abgerundet wird das Event an der Amalfiküste natürlich mit einem kulinarischen Zauber, der selbstredend auf die feinen Weine abgestimmt ist. Beim allerschönsten Sonnenuntergang – wenn die rote Sonne im Meer versinkt. 

Murmelz Vote

Ômina Romana – Mens et Manus, Geist und Hand. Feinste Tropfen aus einem unterschätzen Anbaugebiet in Italien. Murmelz likes!

Hier ein Video… “wie alles begann” bei Ômina Romana

Ômina Romana
S.A.F. La Torre
Via Fontana Parata, 75
00049 Velletri (RM)
www.ominaromana.com


Fotocredits: © Ômina Romana, Italiaatavola.net
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung. 
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Annette HanischFeinkostTürkei

Gravyer – Slow Food prämierter Schweizer Käse aus Nordostanatolien

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Gravyer, ein Käse aus den Hochebenen der nordostanatolischen Provinz Kars, ist türkischen Käsekennern seit Jahren ein Begriff. Viel Fantasie braucht es dabei nicht, um den Ursprung des Namens „Gravyer“ mit dem berühmten Hartkäse „Gruyère“ in Verbindung zu bringen. Wie aber kommt, bitte schön, eine türkische Version dieser durch und durch schweizerischen Käsesorte in den hinterletzten Winkel Anatoliens, nicht weit von der Grenze nach Georgien und Armenien? Um das herauszufinden, haben mein Partner, der Fotograf Ömer Doğan, und ich die ca. 2.000 Kilometer von unserem Wohnort Bodrum an der Ägäisküste bis nach Kars zurückgelegt und eine erstaunliche Geschichte mitgebracht…

Das Wunder von Bogatepe

Unser Ziel heißt Boğatepe, ein Dorf 40 Kilometer nördlich von Kars. Ähnlich wie die Schweizer Hochalmen liegt es auf etwa 2.300 Metern Höhe – im Gegensatz zu den Alpen gibt es hier allerdings keine schneebedeckten Gipfel: soweit das Auge reicht, nur sanfte Hügel und saftige Weiden. In  Boğatepe befindet sich mit derzeit 7 Käsereien und über 4000 Kühen das Zentrum der türkischen Gravyer-Produktion.

Das war nicht immer so: Ende der 90er Jahre gab es noch genau eine Molkerei, die in Boğatepe neben dem in der Türkei weit bekannteren Kaschar auch Gravyer herstellte. 2002 kehrte İlhan Koçulu, ein aus dem Dorf stammender Erbe ausgedehnter Ländereien aus dem Ausland zurück, mit dem Ziel, in Boğatepe die Tradition des Käsemachens neu zu beleben. Er wollte die Abwanderung der jungen Leute in die Großstädte stoppen und der abgelegenen Gegend durch Agrotourismus zu einer gewissen Bekanntheit verhelfen. Er investierte in moderne Gerätschaften, garantierte den Kleinbauern faire Preise und Mindestabnahme ihrer Milch. Vor allem aber gründete er den “Natur- und Umwelt-Verein Boğatepe”, dem das Dorf die Schaffung eines Käsemuseums und ein Zentrum zur Verwertung lokaler Heilpflanzen verdankt.

Das Konzept ging auf, die jungen Leute aus dem Dorf gehen allenfalls noch weg, um Land- oder Milchwirtschaft zu studieren und dank Koçulus guten Verbindungen strömten schon bald Neugierige aus dem In- und Ausland nach Boğatepe, um sich von den Frauen des Dorfes mit hausgemachtem Käse, garantiert zusatzfreiem Joghurt, frisch im Steinofen gebackenem Brot und weiteren Spezialitäten der Bergregion verwöhnen zu lassen. Die Möglichkeit, beim Käsemachen zuzuschauen und etwas von den gut gereiften Resultaten zu erwerben, vervollständigen das Besuchsprogramm. Auch wir lassen uns in der herrlich kühlen, sauerstoffreichen Bergluft alles schmecken, was man uns auftischt. Besonders gespannt bin ich aber auf den Gravyer…

Schweizer Käse – oder doch nicht?

Mit seiner gelben Farbe und den großen Löchern erinnert der Gravyer eher an Emmentaler Käse, nur der Geschmack ist würziger und ein wenig salziger – aber auch nicht so wie ein Gruyère… Es ist jedenfalls ein hervorragender Käse mit ganz eigenem Charakter.

Wie kann es aber sein, dass hier – viele tausend Kilometer von den Alpen entfernt – türkische Dörfler einen Rohmilchkäse herstellen, der den Vergleich mit den besten Schweizer Hartkäsesorten nicht zu scheuen braucht? Um uns das zu erklären, muss İlhan Koçulu etwas weiter ausholen, darum setzt er uns eine Käseplatte, frisches Brot und eine Flasche Wein vor und beginnt zu erzählen:

Die wechselvolle Geschichte

Vierzig Jahre lang, von 1878 bis 1918, gehörte die Region um Kars zum russischen Zarenreich. Viele osmanische Untertanen verließen in dieser Zeit die Provinz, dafür wurde ein buntes Gemisch aus Armeniern, Griechen, Georgiern, Russen und Molokanen angesiedelt. Die in Russland wegen ihres Widerstandes gegen die orthodoxe Kirche unbeliebten Molokanen gründeten unterhalb des heutigen Boğatepe mehrere Dörfer und betrieben auf der Hochebene im Sommer Vieh- und Milchwirtschaft. Ihre Molkereien nannten sie “Zavot”, was auf russisch so viel wie “Fabrik” bedeutet. Bis zu seiner Umbenennung vor einigen Jahren hieß auch Boğatepe “Zavot”.

Schon seit 1850 hatte der Zar aus Sorge, den Anschluss an das sich schnell industriell entwickelnde Europa zu verpassen, Fachleute aus Mitteleuropa eingeladen, ihr Know-how in entlegene Winkel seines Riesenreiches zu tragen und moderne Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe aufzubauen. So kam es, dass sich 1862 ein deutscher Auswanderer südwestlich von Tiflis in den Vorbergen des Kleinen Kaukasus niederließ. Als Sohn eines thüringischen Gutsbesitzers kannte er sich mit Viehwirtschaft aus, außerdem hatte er einige Jahre in der Schweiz verbracht und erkannte sofort, dass die Qualität der Kaukasusweiden den Schweizer Almwiesen um nichts nachstand. Er ließ einen Käsemeister aus dem Berner Oberland kommen, importierte ebenfalls die nötigen Gerätschaften und Schweizer Zuchtstiere und etablierte sich innerhalb einiger Jahrzehnte als einer der größten Milchbetriebe des Transkaukasus.

Die lokale Bevölkerung bestand zu einem großen Teil aus aserbaidschanischen Turkstämmen, den sogenannten “Karapapak”, die sich nach anfänglichem Widerstand gegen den Neuankömmling bei dem deutschen Farmer als Knechte verdingten und mit der Zeit Vieh- und Milchwirtschaft auf deutsche bzw. Schweizer Art erlernten. Der Schweizer Käse aus dem Kaukasus fand in Russland reißenden Absatz und die Kunde vom Erfolg der kaukasischen Käseproduktion zog weitere Käser aus der Schweiz an, die sich nach gewisser Zeit selbständig machten. 1910 gab es in der Bergregion südlich von Tiflis 73 Molkereien, von denen 34 im Besitz von Schweizern waren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam auch ein gewisser David Moser aus Arni im Emmental in den Transkaukasus, um der damals in seiner Heimat herrschenden Armut zu entfliehen und sein Glück zu suchen. Bei einem Besuch in der (damals noch russischen) Provinz Kars erkannte er das Potential der ausgedehnten Bergwiesen zwischen Kars und Ardahan für die Milch- und Käseproduktion und gründete zusammen mit seinem Bruder gleich mehrere Molkereien, darunter auch eine im heutigen Boğatepe – in den Räumlichkeiten ist heute das Käsemuseum untergebracht. Mit den dort ansässigen Dörflern – den fleißigen Molokanen und den türkischen und kurdischen Kleinbauern – schloss er Verträge zur Abnahme von Milch.

Einen schweren Dämpfer erlitt das blühende Geschäft mit dem „Gravyer“ gegen Ende des 1. Weltkriegs. Russland zog sich nach der bolschewistischen Revolution 1917 aus dem Kriegsgeschehen zurück. Die Provinz Kars wurde wieder ins Osmanische Reich bzw. in den Nachfolgerstaat, die junge türkische Republik eingegliedert. Die pazifistischen Molokanen verließen die Region um Kars, als sie für die Türkei Wehrdienst leisten sollten.

Wohlhabende „Karapapak“ flohen vor den Bolschewisten mit ihren Tieren aus dem sowjetischen System in die Dörfer um Kars und ließen sich in von den Molokanen verlassenen Dörfern nieder. Die Schweizer Molkereibesitzer kehrten zu ihren Hauptsitzen südlich von Tiflis zurück und ließen die Molkereien im nun zur Türkei gehörigen Gebiet zurück. Auch David Moser überließ seine Molkereien in der Provinz Kars seinem engsten Mitarbeiter, dem Käsemeister Alexander Kaiser, einem deutschen Siedler, dessen Vorfahren Anfang des 19. Jahrhunderts aus Süddeutschland nach Russland eingewandert waren. „Kaiser verheiratete seine drei Töchter an die drei Söhne eines Karapapak-Großfarmers, alle Paare führten die Gravyer-Produktion fort, bekamen eine Menge Nachkommen, und ein Enkel dieser Sippe sitzt vor euch“ – damit schließt İlhan seinen Bericht.

Erstklassige Zutaten für ein erstklassiges Produkt

Donnerwetter – was für eine Geschichte! Ich schaue mir den hünenhaften Unternehmer noch einmal genau an, kann aber keine Züge erkennen, die auf eine deutsche Großmutter hinweisen würden…

İlhan nimmt uns nun mit, damit wir mit eigenen Augen sehen, wie in seiner Molkerei Gravyer hergestellt wird. Es ist Ende August – die Blüte der alpinen Blumen und Kräuter ist fast vorbei und die Milchmenge der „Zavot“-Kühe, die übrigens den braunen Schweizer Alpenmilchkühen zum Verwechseln ähnlich sehen, hat bereits erheblich abgenommen. Im Gegensatz zur Hochsaison im Juni, wo täglich bis zu sieben Käselaibe à 70 kg produziert werden können, reicht die Milch jetzt noch für 4-5 Laibe (für einen Laib werden fast 1000 Liter gebraucht).  Die Arbeitszeiten (morgens von 8 bis 14 Uhr, abends von 19 Uhr bis Mitternacht) sind genau auf den Melkrhythmus abgestimmt. Die Verarbeitung muss beginnen, bevor die Milch kalt wird. Daher ist das Abholen der frisch gemolkenen Morgen- und Abendmilch wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Gravyer kann nur im Sommer produziert werden – Grund dafür sind verschiedene Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, etwa die Außentemperatur, der Fettgehalt der Milch oder die in der Milch enthaltenen Bakterien, die während des Fermentierungsprozesses die Löcher erzeugen.

Die Kühe, deren Milch zu Gravyer verarbeitet wird, sind von Mitte Mai bis Mitte September – den kurzen Hochgebirgssommer lang – ohne Unterbrechung auf der Weide. Nur zum Melken am Morgen und am Abend werden sie in den Stall getrieben.  Den Rest des Jahres liegt das Dorf unter einer Schneedecke und die Kühe fressen im Stall das Heu, das ihre Besitzer im Sommer von den endlosen Almen um Boğatepe eingefahren haben. Etwas anderes bekommen die Kühe übrigens nicht – Zufüttern würde die erstklassige Qualität der Milch beeinträchtigen, und Qualität wird ganz groß geschrieben, besonders seitdem die Organisation Slow Food Gravyer aus Boğatepe als ‘Presidio’, also als ein schützenswertes, nachhaltig hergestelltes, ökologisch einwandfreies Produkt, anerkannt hat. İlhan erklärt das Prinzip: „Ein Käse ist nur so gut wie die Milch, aus der er hergestellt wurde. Und die Milch ist nur so gut, wie die Kräuter und Gräser, die die Kuh gefressen hat.“ Zu diesem Thema hat er noch eine interessante Fußnote: Auf den Weiden um Boğatepe wächst in großen Mengen Frauenmantel, eine Heilpflanze, die Menschen bei der Behandlung von Frauenleiden verwenden. Stiere mögen sie wegen ihres bitteren Geschmacks nicht, aber die Kühe fressen sie und so verleiht der bittere Frauenmantel dem Gravyer-Käse ein unverwechselbares, pikantes Aroma.

Zwischen Tradition und Moderne

Koçulus ‘Zavot’ ist eine moderne, weiß geflieste, blitzblanke Halle. Über Rohre wird die Milch in zwei riesige kupferne Kessel gepumpt, die nicht mehr, wie früher einmal, von unten mit Feuer beheizt werden. Die Kesselwand ist doppelschichtig, so dass über die Zugabe von kaltem Wasser und heißem Dampf die Temperatur genau justiert werden kann.

Es gibt hydraulische Pressen, mit deren Hilfe die Molke aus dem frischen Käse gepresst wird oder eine elektrische Winde, die, ähnlich wie auf einem Fischtrawler das mit Fischen gefüllte Netz, den Käseteig zum Abtropfen aus dem Kessel hievt. Die Moderne ist auch in Boğatepe angekommen, und dennoch wird noch heute so viel harte Arbeit von Hand erledigt, wie selbst in der abgelegensten Schweizer Alpkäserei nicht mehr.

So werden die schweren Käselaibe in der Gärkammer – hier “Sauna” genannt – nicht mit dem Roboter, sondern täglich von Hand gewendet, abgerieben und frisch gesalzen. Auch das stundenlange Umrühren der Käsemasse im Kessel, so lange, bis die richtige Konsistenz und Elastizität des Käseteigs erreicht ist, erfolgt nicht maschinell. Çağdaş Koçulu, ein Neffe von İlhan, hat Milchwirtschaft studiert und ist als Käsemeister verantwortlich für die Qualität der Zutaten, den reibungslosen Ablauf der Produktion und die optimale Reifung im Solebecken, in der Sauna (ca. 20 Tage bei 30°C) und im Lagerkeller, der zu 80% unter der Erde liegen, eine Luftfeuchtigkeit von 90% haben und nachts bei einer Raumtemperatur von 11 Grad durchlüftet werden sollte.

Ich frage İlhan, ob er daran denkt, die Produktion weiter zu modernisieren. Darauf gibt er eine bemerkenswerte Antwort: “Natürlich könnte ich in modernere Maschinen investieren. Die Ausgabe hätte sich bereits nach einer Saison ausgezahlt. Aber es geht mir ja gar nicht in erster Linie um die Rentabilität. Ich möchte diesen jungen Menschen aus meinem Dorf Arbeit geben. Sie sollen die Kunst des Käsemachens lernen. Wenn sie nach einigen Jahren dann ihre eigenen Molkereien gründen, habe ich mein Ziel erreicht.“

Ach, İlhan Koçulu – gäbe es doch bloß mehr Menschen von Ihrer Sorte…

Murmelz Tipp

Gravyer aus Boğatepe wird wegen der strengen Vorschriften für Lebensmittelimporte (noch) nicht in die EU exportiert. Da die Nachfrage auf dem Binnenmarkt – besonders seit der Unterstützung durch  Slow Food – das Angebot weit übersteigt, ist auch in den kommenden Jahren nicht damit zu rechnen. In der Türkei ist Gravyer aus Boğatepe auf den Käsetellern vieler Luxusrestaurants und -hotels zu finden, außerdem  in einigen Feinkostläden in allen türkischen Großstädten. Die Molkereien haben im Zentrum der sehr sehenswerten Provinzhauptstadt Kars ihre eigenen Käsegeschäfte. Bestellungen direkt bei der Molkerei werden per WhatsApp angenommen und in die gesamte Türkei verschickt.

Koçulu produziert neben Gravyer auch frischen und gereiften Kaschar und ‘Molokan’, einen milden, Gouda-ähnlichen Hartkäse.

Alle Infos zur Molkerei Koçulu

koculupeynircilik.com

Bestellungen über WhatsApp: +90 554 1813036

Email: info@koculupeynircilik.com


Fotocredits: © Ömer Dogan
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Annette HanischBodrumFeinkostLifestyle

Bodrum-Mandarinen – orange Schätze von Bodrum Yadigarı

Bodrum Mandarine close

Weiße Würfelhäuser und türkisblaue Buchten – so kennt man Bodrum, den quirligen Badeort an der türkischen Ägäisküste. Kaum ein Feriengast kennt allerdings die bunte Seite von Bodrum: Im Dezember und Januar, wenn in anderen Regionen Grau-, Weiß- und Brauntöne vorherrschen, schwelgt man hier in sattem Dunkelgrün und Orange in allen Farbabstufungen!

Auf dem Weg von Bitez-Dorf zum Strand bilden steinalte Oliven- und Johannisbrotbäume, Pappeln, Eukalyptusbäume und Stein-Eichen grüne Tunnel. Schummrig und geheimnisvoll sind die Wege hier selbst am hellichten Tage, wenn das Sonnenlicht nur hier und da durch das Blätterdach dringt.

Wer als Spaziergänger in dieses grüne Labyrinth gerät, kann kaum glauben, dass man sich nur wenige hundert Meter entfernt von der Hauptstraße mit ihren modernen Einkaufszentren und Geschäftsgebäuden befindet.

Durchs Gebüsch am Wegrand glänzt es bald gelb, bald orange hinterm dunkelgrünen Laub – Äste biegen sich unter dem Gewicht kugelrunder Orangen, prächtiger Zitronen, vor allem aber Tausender von Mandarinen! Willkommen in den berühmten Mandarinengärten der Bodrum-Halbinsel.


Wer diesem einladenden Anblick nicht widerstehen kann und nach einer Mandarine greift, wird mit einem noch anregenderen Duft belohnt – besonders, wenn wer eine echte Bodrum-Mandarine erwischt!


In Bodrum werden drei Sorten Mandarinen angebaut: die kernlose Satsuma kann bereits ab Mitte Oktober gepflückt werden, Ende November folgt die aromatische Klementine mit der kräftig orangefarbenen Schale, und ab Anfang Dezember reift die Krönung heran: die duftende Bodrum-Mandarine.

Klein bis mittelgroß, ein wenig platt, die Schale eher gelblich als orange – so unspektakulär kommt die Königin der Mandarinen daher. Aber sobald die Schale aufgebrochen ist, entfalten die ätherischen Öle ihr volles Aroma. Ob es der Meltemi ist – der thermische Wind, der an heißen Sommertagen den Zitrusgärten ein wenig Kühlung gewährt – der kalkreiche Boden, das Mikroklima, mit dem die Bodrum-Halbinsel gesegnet ist, oder ob es eine Kombination aus all diesen Zutaten ist, die der Bodrum-Mandarine ihren unvergleichlichen Geschmack verleiht? Jedenfalls gedeiht die Bodrum-Mandarine hier besser als anderswo, was 2012 auch das türkische Patentamt bestätigte. Seitdem ist „Bodrum-Mandarine“ nämlich eine geschützte geographische Angabe und hat damit den gleichen juristischen Status wie etwa die Spreewald-Gurke.

Trotz dieser internationalen Anerkennung steht die Bodrum-Mandarine derzeit von gleich mehreren Seiten unter Druck: Der Export von Bodrum-Mandarinen ist mit dem Auseinanderfallen des Ostblocks, einst dem wichtigsten Abnehmer, zum Erliegen gekommen. Veränderte Konsumentengewohnheiten haben zu einer erheblich reduzierten Nachfrage auch im Inland geführt, denn die Bodrum-Mandarine hat gegenüber anderen Mandarinensorten den Nachteil, dass sich in jeder Spalte 3-4 Kerne befinden. Und schließlich avancierten die sanft zu den Buchten der Halbinsel abfallenden Ebenen, wo sich die Mandarinengärten befinden, zu wertvollem Bauland für Hotel- und Wohnanlagen.

Bodrum Yadigarı

So gehört schon eine Portion Idealismus dazu, die von den Vätern geerbten Zitrusgärten weiter zu pflegen, obwohl mit der Ernte kein Vermögen mehr zu machen ist.

Erman Aras, Sohn von Ömer Aras, dem einst größten Mandarinenbauer der Halbinsel, der über 4000 Bäume eigenhändig gepflanzt hat, gab seinem Vater auf dem Sterbebett das Versprechen, keinen seiner Gärten zu verkaufen und sich hauptberuflich um die Mandarinen zu kümmern. Für den auf einer Eliteuniversität (mit Mandarinengeld!) ausgebildeten Physiker und langjährigen Tourismusunternehmer eine echte Herausforderung.

Wir haben uns von ihm erzählen lassen, wie er mit Einfallsreichtum, Disziplin und Freude diese Herausforderung angenommen hat. An der alten, gewundenen Straße vom Dorf Ortakent zur Küste, am Rande des größten Gartens, den Erman von seinem Vater geerbt hat, liegt die Manufaktur “Bodrum Yadigarı”. Ein Name mit Programm: Yadigar war nicht nur der Name seiner Mutter, sondern bedeutet auch ‘Andenken, Erinnerungsstück’ – hier wird eine Tradition fortgeführt.

In den Jahrzehnten zwischen 1950 und 1970, als der Mandarinenhandel boomte, wurde die kostbare Fracht auf dem Kamelrücken zur Küste getragen, von dort mit Ruderbooten an Deck eines Holzfrachters vom Schwarzen Meer geladen und nach Istanbul verschifft. An diese Tradition knüpft Bodrum Yadigarı an, wenn zwischen Ende November und Ende Februar auf Internet-Bestellung Geschenkkisten mit 3, 6 oder 9 kg frisch gepflückten Mandarinen per Kurierdienst an jede gewünschte Adresse in der Türkei verschickt werden.

Übrigens: die Mandarinen von Bodrum Yadigarı sind unbehandelt, der Anbau wird seit Jahren organisch, ohne jegliche Zugabe von Pestiziden und Kunstdünger betrieben.

Köstliche Mandarinen-Produkte

Angesichts der reichen Ernte (jährlich zwischen 75 und 95 Tonnen) musste Erman sich noch mehr einfallen lassen: Seine Frau Filiz, eine begeisterte Köchin, begann mit Marmeladen und Konfitüren zu experimentieren. Leicht und fruchtig sollten sie sein, keine zuckergetränkten Kalorienbomben. Schließlich verzichtete sie ganz auf Zucker und verwendete stattdessen Apfelkonzentrat. Eine geniale Lösung – köstlich und gesund!

Neben Mandarinen werden natürlich auch die anderen Delikatessen aus dem Zitrusgarten verarbeitet: Orangen, Zitronen, Bitterorangen und Bergamott. Wer sich für Süßes begeistert, dem seien Lokum aus Mandarinensaft empfohlen. Auch die gewöhnlich extrem süßen „Turkish Delight“ werden von Bodrum Yadigarı ohne Zugabe von Zucker (ersetzt durch Dattelextrakt) hergestellt. Statt des Puderzuckers, der herkömmlich das Aneinanderkleben der Fruchtgummiwürfel verhindert, wird ein Mehl aus getrockneten Mandarinenschalen verwendet. Das unverwechselbare Aroma der Bodrum-Mandarine wird in getrockneten Fruchtchips ebenso eingefangen wie in einem raffinierten Mandarinen-Sorbet.

Der betörende Duft der Bodrum-Mandarine ist geradezu prädestiniert für die Herstellung von erfrischenden, bei Türken extrem beliebten Duftwässern. Und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Bodrum Yadigarı ihr eigenes Mandarinen-“Kolonya” (so genannt nach dem großen Vorbild Kölnisch Wasser) auf den Markt bringen. Die Experimente seien jedenfalls vielversprechend, verrät mir Erman.

Nach meinem Besuch in der Manufaktur bin ich überzeugt: das Angebot an neuartigen organischen Mandarinenprodukten wird sich in den nächsten Jahren noch erweitern. An Material und schöpferischem Elan fehlt es jedenfalls nicht!

Auch wenn der Genuss der reifen Bodrum-Mandarine nur den Winter-Besuchern vorbehalten ist, gibt es einen Trost für die Sommer-Touristen: die noch kleinen, grünen Bodrum-Mandarinen sind die perfekte Zutat für einen erfrischenden Gin Tonic – oder den köstlichen „Silencio-Cocktail“ auf Vodka-Basis, den wir im Limon Café in Gümüslük so sehr lieben.

Murmelz loves!


Bodrum Yadigarı

www.bodrummandalini.com

Bestellungen sind über die Website oder per WhatsApp: +90 533 6223718 möglich.


Fotocredits: © Ömer Dogan
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Weihnachtstipp: Kulinarische Klassiker aus dem Sacher Koch- und Backbuch

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Kulinarische Klassiker rund um Weihnachten – schon werden Kindheitserinnerungen wach! Besonders in der kalten Jahreszeit lieben wir die österreichische Küche, die heute eher leicht und nicht zwingend mächtig daherkommt. Auf der Suche nach neuen Rezept-Ideen haben wir jüngst das Sacher Kochbuch und das Sacher Backbuch für uns entdeckt: darin präsentieren die besten Köche aus dem legendären Wiener Grandhotel ihre modernen Varianten vieler alpenländischer Klassiker, die sie aus regionalen und natürlich saisonalen Produkten kreieren.

Gut geschmeckt haben uns die klassischen Suppen: Griesnockerl, Nudel- oder Leberknödelsuppe, geräucherte Forelle mit weißem Spargel, das klassische Wiener Schnitzel mit Petersil-Erdäpfeln, die zarte Rindsrouladen mit besonders sämigem Erdäpfelpüree, der Apfelstrudel und die chice Malakofftorte.

Österreichische Klassiker zum Fest

Wie wäre es zu Weihnachten also vorneweg mit einem gebeizten Tafelspitz, gefolgt von einer krossen Barbarie-Entenbrust mit fruchtiger Orangen-Thymian-Vinaigrette und zum Dessert (Soulfood-Alarm!): samtige Marillenknödel oder echte Wiener Wäschemadeln? Wer’s nicht kennt: das sind mit Marzipan gefüllte Marillen (Aprikosen), die in einem dünnen Teig kross herausgebacken werden. Fisch-Liebhaber sollten unbedingt den Heilbutt flankiert von einer Crème aus Spinat, Hanfspiralen und Zitronensauce versuchen… frisch und leicht – das bringt Freude auf die Teller!

Murmelz Tipp

Wem Begriffe, wie Karfiol, Paradeiser, Lungenbraten & Co eher wenig sagen – keine Sorge: in beiden Büchern werden klassisch österreichische Begriffe alltagstauglich ins Deutsche übersetzt.

Charmant sind in beiden Büchern auch die zahlreichen Geschichten und Anekdoten, die nicht nur einen Blick hinter die Kulissen des ehrwürdigen Hotels werfen, sondern auch über die einzelnen Produkte, deren Herstellung und – ganz wichtig – die Menschen dahinter berichten.

Murmelz likes!


Wer nun Lust hat, die Rezepte aus dem Wiener Sacher auszuprobieren, wird hier fündig:

Sacher Kochbuch

Link zum Sacher Kochbuch

Sacher Backbuch

Link zum Sacher Backbuch


Fotocredits: © Hotel Sacher, Wien
Unbezahlte Werbung, da Produktnennung.
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Kaviar, Lachs & Champagner – Hors d’oeuvre zu Weihnachten by Feinkost Käfer

Delikatessen by Kaefer Kaviar Balik Lachs Blinis Murmelz klein
Advertorial

Weihnachten und Silvester – the most wonderful time of the year. Besonders kulinarisch, denn jetzt im Winter haben unglaublich viele feine Delikatessen Saison. Verführerische Trüffel, knackiger Kaviar, zarter Lachs und cremige Rohmilchkäse – sie alle schmecken jetzt besonders gut! Vor allem, wenn sie ohne Stress am eigenen Herd auf den Tisch kommen. Felix Fichtner ist im Käfer Feinkostladen auf Entdeckungsreise gegangen und empfiehlt luxuriöse Hors d’oeuvre zum Fest!

Entspannter Luxus auf dem Teller

Im Advent, zu Weihnachten und an Silvester ist Verwöhnen angesagt! Dafür überlegen sich Hobbyköche überall auf der Welt meist mehrgängige Menüs, die mit seltenen Zutaten und experimentellen Zubereitungsarten überraschen. Allzu schnell werden diese Vorhaben für die Köche aber leider zu Marathon ähnlichen Herausforderungen und minimieren Ruhe, Entspannung und Genuss, in der eh schon kurzen Weihnachtszeit.


Bei uns Zuhause haben wir deshalb seit einigen Jahren eine simple Regel für die letzten Wochen im Jahr eingeführt: jeder darf sich eine Lieblings-Delikatesse zum Fest wünschen. Ein exklusives Produkt, dass es das restliche Jahr über nicht gibt. Und einfach zubereitet muss es schmecken! Denn für uns sind Abende mit Freunden oder der Familie wirklich etwas Besonderes. Wenn wir miteinander viel Zeit verbringen, gemeinsam lachen, diskutieren und ratschen. Wenn gutes Essen und Trinken die Magie des Abends unterstreichen, aber die Menschen am gemeinsamen Tisch die wichtigsten Haupt-Akteure sind.

Luxus Hors d’oeuvre

Zum kommenden Weihnachtsfest haben wir uns für besonders entspannten Luxus entschieden. Eine Auswahl an feinsten, kalten Vorspeisen aus dem Käfer Feinkostladen:

Balik Lachs Fillet Tsar Nikolaj

Das 350g schwere, geräucherte Lachs-Filet ist eine wahre Delikatesse. Satt orange-rot in der Farbe, festes, muskulöses Fleisch, fein buttrig im Geschmack. Das leicht rauchige Aroma und der geringe Salzgehalt harmonieren perfekt mit dem Lachs-Geschmack. In feinen Tranchen geschnitten und zusammen mit etwas frisch geriebenem Meerrettich auf knusprigem Epi oder Baguette entsteht daraus ein schlicht himmlisches Lachsbrötchen. So rein, so simpel im Genuss wie eben nur allerbeste Rohstoffe schmecken können.


Für die Herstellung des besonders milden und feinen Lachs-Rückenfilets werden in den eiskalten Fjorden in Norwegen nur die allerbesten Salmo Salar aus dem Wasser gezogen. Das Wasser ist ausgesprochen rein und mineralstoffreich – der Grundstock für die ausgezeichnete Qualität der Fische. Das Rückenfilet wird verschwenderisch aus der ganzen Lachsseite geschnitten und anschließend nach alter Tradition des russischen Zarenhofes in traditionellen Räucherkammern mit feinblauem Rauch vollendet. Das Originalrezept geht auf den Hoflieferanten des letzten russischen Zaren Nikolaj II. zurück. Pro Jahr werden bei Caviar House & Prunier in der Schweiz übrigens nur 1.000 Filets der Sorte Balik No.1 produziert. Eine Delikatesse von höchster Güte – da überrascht es kaum, dass die Schweizer Fluggesellschaft Swiss bis vor kurzem in ihrer First Class statt dem obligatorischen Kaviar-Service feine Tranchen vom Balik Lachs kredenzt hat.

Imperial Caviar Käfer Selection

Eine frisch geöffnete Dose Kaviar lässt die Herzen vieler Foodies höher schlagen. Kopf an Kopf liegt das gräulich-schwarze Korn in der goldenen Schatulle und wartet darauf mit handgefertigten Perlmutt-Löffeln zum ersten Test auf den Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger gestrichen zu werden. Echte Kaviar-Kenner bestehen auf diesen „handfesten“ Test, weil ihrer Meinung nach nur so, die Qualität des Stör-Rogen beurteilt werden kann. Zuhause lieben wir Kaviar mit seinen klassischen Begleitern. Neben frischen Blinis, die es inzwischen in anständiger Qualität zu kaufen gibt, schlicht mit reiner Crème fraîche, fein gehackten Schalotten und getrennt gehacktem Eigelb, wie Eiweiß. Hervorragend schmeckt diese Kombination anstatt auf Blinis auch mit frisch gedämpften Kartoffeln. Ein Gericht, so einfach und doch zum Reinlegen gut!

Die Käfer Kaviar Selection hat mittelgroße, pralle Körner und überzeugt mit einem nussig-würzigen Arome auf der Zunge. Der Rogen stammt vom Sibirischen Stör (Acipenser baerii). Wie die Kollegen im Kaspischen Meer, können die Baerii-Störe bis zu 3m lang und einige hundert Kilo schwer werden. Überraschenderweise gedeiht diese Stör-Art in Gefangenschaft besonders gut, weshalb sie nach 6-8 Jahren diesen besonders hochwertigen Kaviar liefert.

Dom Pérignon Vintage 2009

Mit seiner feinen Perlage und der ausgewogenen Mineralität harmoniert der aktuelle Dom Pérignon 2009 hervorragend zu Kaviar und Balik Lachs. Ein Wein voller Energie und Frische. Aus reifen reichhaltigen Trauben, die ein exotisches Geschmacksbild prägen. Vollmundig, mit Struktur und Tiefe. Ausdrucksstark, aber nicht zu intensiv und ausgewogen in der Säure – mit langem Abgang und einem spannenden Zusammenspiel von Tanninen und Salzigkeit. Ein Champagner von größter Güte und Eleganz – simply perfect!


Bereits 1694 pries Dom Pierre Pérignon einem Kunden aus Epernay sein Produkt mit den Worten an: „Monsieur, ich sende Euch 26 Flaschen des besten Weins der Welt“. Damit dokumentierte der Abt bereits damals das Gelöbnis zu Perfektion und höchster Qualität, das noch heute alle Kellermeister von Dom Pérignon ablegen. Und das schmeckt man.

Völlige Entfaltung erfahren die luxuriösen Bubbles in den Jahrgangs-Champagner-Gläsern aus der Riedel Sommelier-Serie. Eleganz im Design trifft auch hier auf handwerkliche Perfektion und ermöglichen uneingeschränkten, trinkfreudigen Genuss.

Murmelz Dekoration

In diesem Jahr haben wir uns für ein kleines Winter Wonderland auf dem Tisch entschieden. Mit weißen Perlen verzierte Weihnachtskugeln wurden zu kleinen Tisch-Vasen, die mit etwas Tannengrün und edlen Schneerosen kreative Eleganz auf die Tafel zaubern. Dazu funkelt das wunderschöne Tiffany-Besteck „Chrysanthemum“ im Art Noveau Style. Abgerundet wird unser winterlicher Zauberwald durch die verspielten Zoo-Messerbänkchen aus der Nile & Co Serie von Fürstenberg Porzellan.

Murmelz Tipp

Allen Genießern, die wie wir wirklich entspannte Festtage verbringen möchten, empfehlen wir übrigens den Concierge-Service der Käfer Bestellabteilung. „In der Schlange stehen und sich ums letzte Baguette am Heilig Abend streiten“ gehören damit endgültig der Vergangenheit an.


Sämtliche Spezialitäten aus dem Feinkostladen, sowie Klassiker zu Weihnachten und Silvester können über den Käfer Einkaufszettel bestellt werden. Personal Shopper stellen anschließend handverlesen und frisch die individuellen Einkaufskörbchen zusammen, die entweder geliefert werden oder zur Abholung bereitstehen. Persönlich getestet haben wir den Käfer Concierge Service bereits einige Male – Murmelz likes!

Für die Infos zum „Einkaufszettel“ einfach hier klicken.

KÄFER FEINKOSTLADEN

Prinzregentenstraße 73 | 81675 München

www.feinkost-kaefer.de/feinkostladen

Hier gehts zum “Einkaufszettel”

www.feinkost-kaefer.de/einkaufszettel


Fotocredits: © Felix Fichtner/Murmelz. Food Travel.
+ Advertorial + Feinkost Käfer und Murmelz Food & Travel sind gemeinsame Genussbotschafter.
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Drinks & DreamsFeinkostFelix FichtnerLifestyle

Blütenrein – Roter Basilikumsirup aus München

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Rote Blüten so weit das Auge reicht. In der Luft ein frisch-würziger Duft. Süßlich, balsamisch, leicht und entspannt. Es riecht nach Sommer, nach dolce far niente und es brummt und summt um uns herum: auf Paul Peteanus Basilikum-Feldern in Unterföhring bei München. Seit 2016 baut der studierte Agrarwissenschaftler hier das afrikanische Basilikum African Blue an und produziert aus den schmucken Blüten des mediterranen Krauts als einziger auf der Welt seinen leuchtend roten Sirup: Blütenrein.

Einzigartig, regional, nachhaltig

Foodie und Entrepreneur Paul Petenau liebt es mit Lebensmitteln zu experimentieren. Seine neuesten Coups rund um Gewürze und Geschmacksexplosionen veröffentlicht er unter dem Label Paul’s Selections und natürlich auf Blütenrein, dem Zuhause des roten Basilikum-Sirups. Gut gefallen hat uns auch die feine Basilikumblüten-Schokolade, die ebenfalls in Bayern produziert wird.

Selbstverständlich und ohne viel Tamtam setzt der Kräuterliebhaber bei seinen Produkten auf Regionalität und Nachhaltigkeit. So werden die filigranen roten Basilikum-Blüten nur von Hand geerntet, schonend getrocknet und anschließend mit einer geheimen Rezeptur und ohne chemische Zusätze in Bayern zum fein-würzigen Basilikum-Sirup verarbeitet.

Natürlich verzichtet der Sirup-Produzent auch beim Anbau der Blüten auf Spritzmittel oder Pestizide. Gesunde Lebensmittel will Paul Peteanu seinen Kunden verkaufen – das liegt ihm am Herzen. Genauso wie ein gesundes Öko-System. Tagein und tagaus bevölkern Schmetterlinge, Bienen und Hummeln seine Felder, die sogar gänzlich ohne Dünger auskommen und damit wirklich ein natürliches Biotop bilden.

Auf diese Weise werden die Böden nicht ausgelaugt und die Pflanzen liefern trotzdem eine hohe Qualität. Bio-Vielfalt in der Natur, die man schmeckt.

Basilikum-Blütensirup & mehr

Paul Peteanus Basilikumblüten-Sirup ist in formschönen Halbliter-Flaschen erhältlich. Er eignet sich hervorragend für Schorlen, Limonaden und alkoholische Mixgetränke aber auch zur Verfeinerung von Salaten, Fisch- und Fleischgerichten, Gemüse sowie für sommerliche Desserts, Soßen und Marinaden. Der Phantasie von Foodies und Gourmets sind quasi keine Grenzen gesetzt. Probiert haben wir bereits den frischen Occam Sprizz (Sirup, Prosecco, Soda) und den süffigen Flower Fizz (Sirup, Gin, Soda) – noch mehr Rezepte finden sich hier auf der Rezepte-Website von Blütenrein.

Murmelz Shopping Tipp

Erhältlich ist der Blütenrein Basilikum-Sirup auf der eigenen Website oder auch in den deutschen Kaufhof-Filialen. Mittlerweile ist Paul Peteanus roter Saft auch in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz erhältlich – alle Infos dazu gibt es auf der Website.

Murmelz likes!


BLÜTENREIN

rein@blueten-rein.de | www.blueten-rein.de


Fotocredits: © Blütenrein
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
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