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    Irma la Douce ist seit November 2019 der neue kulinarische Senkrechtstarter an Berlins quirliger „Potse“. Billy Wilders legendäre Komödie, mit Shirley McLaine in der Rolle der Pariser Prostituierten Irma, stand Pate, weil der Straßenstrich um die Ecke ist.

    Das Restaurant

    Mitten im Restaurant-Haifischbecken  – das „Panama“ und das „Golvet“ liegen nur wenige Meter auf der Potsdamer Straße entfernt – könnte die neue Brasserie der Konkurrenz das Leben schwer machen. Die Buhlschaft um exzellente Köche bekam das „Golvet“ zu spüren, denn Irma‘s Protégé und Küchenchef, Michael Schulz, stieg vom Himmel über Berlin hinab um in den Niederungen zu kochen: wie Gott in Frankreich. Das Ambiente ist schlicht ohne einfach zu sein. An den meterhohen Decken hängen große Spiegel und Art Déco Leuchten, Lederbänke und Holzstühle umgeben die in weißes Tuch gehüllten Tische. Ausgesprochen dekorativ ist der riesige beleuchtete gläserne Weinschrank, der den Eingang und den Blick in die Küche perfekt in Szene setzt, darüber eine Bahnhofsuhr mit dem Namen Irma.

    Die Küche

    Das Küchen-Konzept erscheint einfach: Man nehme klassische französische Produkte in Top-Qualität wie Austern, Seezunge, Taube, Schnecken und Bries und interpretiere und kombiniere sie auf klare, fast puristische Art und Weise neu wie die Entenleberterrine mit Dörrobsteis, Shiso, Pflaumenwein und Mutzen.

    Wo gibt es heute noch Schnecken? Schulz ummantelt sie liebevoll mit Rosenkohlblättern, toppt mit grünem Speck und stellt der innigen Liaison eine kraftstrotzende dunkle Sauce an die Seite. Chef & Crew sind Meister der (intensiven) Aromen, die sich der klassischen Haute Cuisine mit Butter und Sahne verbunden fühlen und nur selten genüsslich fremdgehen.

    Klassisches Rindertartar, feurig gewürzt orchestriert von Tomate, Schalotte und Kapern, wird auf knuspriges Brot gebettet in kleinen (50g) oder größeren (100 g) Dosierungen, wahlweise mit Ossietra Kaviar. Schmackig, zartes Kalbsbries mit Soubise, Fenchel und Champignons.

    Ach und dann die traumhaft  mürbe Schulter und der zarte Rücken, nein, nicht von Irma, sondern vom Reh, umgarnt von einer Sauce, die weihnachtliche Lebkuchenerinnerungen wach ruft. Nichts für Schmalhänse aber für Vegetarier ist der Teller voller Gemüse – gebacken, gepickelt und geräuchert. Scheinbar leicht und unbeschwert betritt das Seezungenfilet auf Brot mit Rouille, Artischocken, Lauch und Algen die Bühne. Allerdings macht die Alge der Seezunge ein wenig die Hauptrolle abspenstig.

    Bei den Desserts eifern Schokolade mit Kokos und Kumquat und Käse um die Gunst der Gaumen. Noch kurz zu den Weinen. Die Tour de France geht hauptsächlich nach Burgund, Champagne und Bordeaux mit Abstechern nach Italien, Deutschland, Österreich und Spanien.

    Murmelz Vote

    Exzellent speisen wie Gott in Frankreich im klassischen Brasserie-Ambiente. Absacker in der „Victoria Bar“ nebenan empfehlenswert.  Murmelz likes!


    IRMA LA DOUCE

    Potsdamer Str. 102 | D-10785 Berlin
    +49 30 23 000 555 | irma@irmaladouce.de
    irmaladouce.de


    Fotocredits: © Restaurant Irma la Douce / White Kitchen.
    Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
        Martina Sommer

        The author Martina Sommer

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