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Category: Feinkost - MURMELZ
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Feinkost

In unserer Rubrik “Feinkost” berichten wir über Geschäfte, Cafés und Concept-Stores mit dem besonderen kulinarischen Etwas!

FeinkostFelix FichtnerWein

Ômina Romana – edle Weine aus Latium

omina-romana-bianchi-rossi-colline-castelli-romani1 Copyright Italia a Tavola net

An einem sanften Hang auf rund 200m über dem Meeresspiegel liegen die Weinberge des noch recht jungen Weinguts Ômina Romana der deutschen Unternehmer-Familie Börner. 40 Kilometer sind es nach Rom, 25 ans Meer. Damit liegt das Gut mitten in Latium, was bei Weinkennern zunächst die Stirn in Falten legt. Berühmte Weine gibt es hier bisher nicht. Nach der ersten Verkostung weicht dieser Zustand entspannter Freude, denn: der Chardonnay behauptet sich souverän mit  Meursaults oder Batard-Montrachets, der Cabernet Blend hängt den ehrwürdigen Sassicaia ab und der Merlot wird ebenbürtig dem Masseto gepriesen. Eine irre Geschichte rund um feinste Tropfen.

Das Anbaugebiet

Latium ist bisher keineswegs für herausragende Weine bekannt. Doch verfügt die eigentliche Wiege der europäischen Weinkultur über beste klimatische Voraussetzungen. Tagsüber weht die frische Brise vom Meer herüber, nachts bläst der Wind aus den Albaner Bergen – ideale Bedingungen also für die Gesundheit von Blättern und Trauben. Ein kühles Frühjahr, im Sommer Sonne satt ohne extreme Hitze und ein milder Herbst sorgen für eine harmonische Reife der Trauben ohne grüne Noten, was extrem wichtig für die Aromen und die Harmonie des Weins ist. Der Vulkanboden, reich an Mineralien, sorgt für Kraft in den Reben und einen intensiven Geschmack. Niedrige Erträge und noch von Hand verlesene Trauben garantieren Reinheit und bilden die Grundlage für den Ausbau im Keller. Den letzten Schliff erhalten die Weine nach der Gärung durch eine mindestens sechsmonatige Lagerung auf der Feinhefe und den wundervollen Phenolaustausch in kleinen Fässern aus französischer Eiche unterschiedlicher Röstgrade. Anschließend folgt die Reife in der Flasche, für die sich ebenfalls viel Zeit genommen wird. Dank soviel Zuneigung werden die Weine von Ômina Romana zu etwas ganz Besonderem.

Familie Börner und ihr Weingut

2007 fuhr die deutsch-italienische Familie Börner nach Italien in den Urlaub und liebäugelte damit, sich ein Sommerdomizil zuzulegen. Dass daraus ein mittlerweile 80 Hektar großes Weingut würde, in der antiken Gemeinde Velletri, wo einst Kaiser Augustus geboren wurde, hätten sie sicher nicht gedacht. 

Mittlerweile führt Tochter Katharina den Betrieb, dessen Aufsehen erregende Weine bereits kurz nach der Markteinführung Goldmedaillen sammelten.

Alles in allem ein erstaunlicher Erfolg, denn erst nach dem Familienurlaub begann die Bepflanzung mit besten Reben, die auf Basis von ausführlichen Analysen der deutschen Weinuniversität in Geisenheim ausgewählt und mit autochthonen Sorten kombiniert wurden. Elf rote und sieben weiße Trauben wachsen heute auf dem Gut. Angebaut werden Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot – Petit Manseng und Tannat, sowie die einheimischen Bellone und Cesanese und andere.

Über 30 Mitarbeiter verfügt Ômina Romana inzwischen, die vom Önologen Claudio Gori und der Agrarwissenschaftlerin Paula Pacheco angeleitet werden, und die sich allesamt um 70 Hektar Wein und 10 Hektar Oliven kümmern. 

Intensiv begleitet wird das Projekt nach wie vor – und das ist einzigartig – von den Universitäten in Geisenheim und Florenz, vom Instituto Tecnico Agrario Garibaldi in Rom und dem Instituto di Ricerca sul campo agrario in Velletri. Damit dürften die Reben auf Ômina Romana die am besten dokumentiertesten überhaupt sein. Nicht nur trägt jede Pflanze ihre eigene Nummer. Ein jeder Stock wird genau beobachtet und fortwährend beschrieben. Neue Theorien der Universitäten werden erprobt und Rückschlüsse gemeinsam gezogen, was sich letztendlich äußerst positiv auf die Produktivität des Weinguts und vor allen Dingen auf die Qualität der Weine auswirkt.

Die Weine

Sowohl reinsortige Weine, als auch Cuvées von erstaunlich hoher Qualität, die nach römischen Göttern benannt wurden, sind derzeit im Handel und gehobenen Restaurants erhältlich. Probiert haben wir Diana Nemorensis I 2017, ein Mix aus Cabernet Franc, Merlot und Cabernet Sauvignon mit Eleganz, Robustheit und viel lebendiger Kraft aus der Natur – ein Sinnbild der Jagdgöttin Diana.

Weiter ging es mit Ceres Anesidora I 2015, eine Selektion aus den besten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon Trauben und damit eine Hommage an die römische Göttin des Ackerbaus. Kraftvoll und üppig ist dieser Wein, lebendig und tief.

Als drittes den Cesanese 2015, die edelste rote Rebsorte des Latiums. Fruchtig und mineralisch, kräftig und gleichzeitig samtig kommt dieser autochthone Tropfen daher und spiegelt mit seinem einzigartigen Geschmack die typischen Merkmale der Region wider. 

Ebenfalls ausgesprochen fein der Chardonnay 2019, der nur in Zeilen mit Osund auf sandig-lehmigen Boden angebaut wird. Ein perfekter Weißwein der es mit den Großen aufnehmen kann, äußerst aromatisch, mit starkem Charakter und Mineralität. Murmelz likes.

Vino e Opera – das Opernfestival

Soviel Genuss ist für die Börners aber nicht genug. Als besonderes Erlebnis für alle Sinne findet auf Initiative der Familie einmal im Jahr die Event-Reihe Vino e Opera in Ravello statt. Ein Genuss-Spektakel der ganz besonderen Art, weil sich unterschiedliche Musikstile, wie Klassik, Oper, Jazz, Pop und Rock auf kunstvolle Weise mit der Degustation der Ômina Romana-Weine vermählen.

Entstanden ist das Event, weil ein Künstler bei einer Degustation Anton Börner erklärte, dass er in seinen Weinen Musik hören könne. Geruch und Geschmack kreierten Melodien, sodass der Künstler den Weinen schließlich einzelne Musikinstrumente zuordnete, die von einer Opernsängerin aus Neapel mit Arien ergänzt wurden. Seitdem eröffnet der Opernabend die Veranstaltungsreihe, die sich ab Mitte August jährlich durch den ganzen Sommer zieht.

Wahrlich ein kunstvolles Erlebnis für alle Sinne, denn: abgerundet wird das Event an der Amalfiküste natürlich mit einem kulinarischen Zauber, der selbstredend auf die feinen Weine abgestimmt ist. Beim allerschönsten Sonnenuntergang – wenn die rote Sonne im Meer versinkt. 

Murmelz Vote

Ômina Romana – Mens et Manus, Geist und Hand. Feinste Tropfen aus einem unterschätzen Anbaugebiet in Italien. Murmelz likes!

Hier ein Video… “wie alles begann” bei Ômina Romana

Ômina Romana
S.A.F. La Torre
Via Fontana Parata, 75
00049 Velletri (RM)
www.ominaromana.com


Fotocredits: © Ômina Romana, Italiaatavola.net
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung. 
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Annette HanischFeinkostTürkei

Gravyer – Slow Food prämierter Schweizer Käse aus Nordostanatolien

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Gravyer, ein Käse aus den Hochebenen der nordostanatolischen Provinz Kars, ist türkischen Käsekennern seit Jahren ein Begriff. Viel Fantasie braucht es dabei nicht, um den Ursprung des Namens „Gravyer“ mit dem berühmten Hartkäse „Gruyère“ in Verbindung zu bringen. Wie aber kommt, bitte schön, eine türkische Version dieser durch und durch schweizerischen Käsesorte in den hinterletzten Winkel Anatoliens, nicht weit von der Grenze nach Georgien und Armenien? Um das herauszufinden, haben mein Partner, der Fotograf Ömer Doğan, und ich die ca. 2.000 Kilometer von unserem Wohnort Bodrum an der Ägäisküste bis nach Kars zurückgelegt und eine erstaunliche Geschichte mitgebracht…

Das Wunder von Bogatepe

Unser Ziel heißt Boğatepe, ein Dorf 40 Kilometer nördlich von Kars. Ähnlich wie die Schweizer Hochalmen liegt es auf etwa 2.300 Metern Höhe – im Gegensatz zu den Alpen gibt es hier allerdings keine schneebedeckten Gipfel: soweit das Auge reicht, nur sanfte Hügel und saftige Weiden. In  Boğatepe befindet sich mit derzeit 7 Käsereien und über 4000 Kühen das Zentrum der türkischen Gravyer-Produktion.

Das war nicht immer so: Ende der 90er Jahre gab es noch genau eine Molkerei, die in Boğatepe neben dem in der Türkei weit bekannteren Kaschar auch Gravyer herstellte. 2002 kehrte İlhan Koçulu, ein aus dem Dorf stammender Erbe ausgedehnter Ländereien aus dem Ausland zurück, mit dem Ziel, in Boğatepe die Tradition des Käsemachens neu zu beleben. Er wollte die Abwanderung der jungen Leute in die Großstädte stoppen und der abgelegenen Gegend durch Agrotourismus zu einer gewissen Bekanntheit verhelfen. Er investierte in moderne Gerätschaften, garantierte den Kleinbauern faire Preise und Mindestabnahme ihrer Milch. Vor allem aber gründete er den “Natur- und Umwelt-Verein Boğatepe”, dem das Dorf die Schaffung eines Käsemuseums und ein Zentrum zur Verwertung lokaler Heilpflanzen verdankt.

Das Konzept ging auf, die jungen Leute aus dem Dorf gehen allenfalls noch weg, um Land- oder Milchwirtschaft zu studieren und dank Koçulus guten Verbindungen strömten schon bald Neugierige aus dem In- und Ausland nach Boğatepe, um sich von den Frauen des Dorfes mit hausgemachtem Käse, garantiert zusatzfreiem Joghurt, frisch im Steinofen gebackenem Brot und weiteren Spezialitäten der Bergregion verwöhnen zu lassen. Die Möglichkeit, beim Käsemachen zuzuschauen und etwas von den gut gereiften Resultaten zu erwerben, vervollständigen das Besuchsprogramm. Auch wir lassen uns in der herrlich kühlen, sauerstoffreichen Bergluft alles schmecken, was man uns auftischt. Besonders gespannt bin ich aber auf den Gravyer…

Schweizer Käse – oder doch nicht?

Mit seiner gelben Farbe und den großen Löchern erinnert der Gravyer eher an Emmentaler Käse, nur der Geschmack ist würziger und ein wenig salziger – aber auch nicht so wie ein Gruyère… Es ist jedenfalls ein hervorragender Käse mit ganz eigenem Charakter.

Wie kann es aber sein, dass hier – viele tausend Kilometer von den Alpen entfernt – türkische Dörfler einen Rohmilchkäse herstellen, der den Vergleich mit den besten Schweizer Hartkäsesorten nicht zu scheuen braucht? Um uns das zu erklären, muss İlhan Koçulu etwas weiter ausholen, darum setzt er uns eine Käseplatte, frisches Brot und eine Flasche Wein vor und beginnt zu erzählen:

Die wechselvolle Geschichte

Vierzig Jahre lang, von 1878 bis 1918, gehörte die Region um Kars zum russischen Zarenreich. Viele osmanische Untertanen verließen in dieser Zeit die Provinz, dafür wurde ein buntes Gemisch aus Armeniern, Griechen, Georgiern, Russen und Molokanen angesiedelt. Die in Russland wegen ihres Widerstandes gegen die orthodoxe Kirche unbeliebten Molokanen gründeten unterhalb des heutigen Boğatepe mehrere Dörfer und betrieben auf der Hochebene im Sommer Vieh- und Milchwirtschaft. Ihre Molkereien nannten sie “Zavot”, was auf russisch so viel wie “Fabrik” bedeutet. Bis zu seiner Umbenennung vor einigen Jahren hieß auch Boğatepe “Zavot”.

Schon seit 1850 hatte der Zar aus Sorge, den Anschluss an das sich schnell industriell entwickelnde Europa zu verpassen, Fachleute aus Mitteleuropa eingeladen, ihr Know-how in entlegene Winkel seines Riesenreiches zu tragen und moderne Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe aufzubauen. So kam es, dass sich 1862 ein deutscher Auswanderer südwestlich von Tiflis in den Vorbergen des Kleinen Kaukasus niederließ. Als Sohn eines thüringischen Gutsbesitzers kannte er sich mit Viehwirtschaft aus, außerdem hatte er einige Jahre in der Schweiz verbracht und erkannte sofort, dass die Qualität der Kaukasusweiden den Schweizer Almwiesen um nichts nachstand. Er ließ einen Käsemeister aus dem Berner Oberland kommen, importierte ebenfalls die nötigen Gerätschaften und Schweizer Zuchtstiere und etablierte sich innerhalb einiger Jahrzehnte als einer der größten Milchbetriebe des Transkaukasus.

Die lokale Bevölkerung bestand zu einem großen Teil aus aserbaidschanischen Turkstämmen, den sogenannten “Karapapak”, die sich nach anfänglichem Widerstand gegen den Neuankömmling bei dem deutschen Farmer als Knechte verdingten und mit der Zeit Vieh- und Milchwirtschaft auf deutsche bzw. Schweizer Art erlernten. Der Schweizer Käse aus dem Kaukasus fand in Russland reißenden Absatz und die Kunde vom Erfolg der kaukasischen Käseproduktion zog weitere Käser aus der Schweiz an, die sich nach gewisser Zeit selbständig machten. 1910 gab es in der Bergregion südlich von Tiflis 73 Molkereien, von denen 34 im Besitz von Schweizern waren.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam auch ein gewisser David Moser aus Arni im Emmental in den Transkaukasus, um der damals in seiner Heimat herrschenden Armut zu entfliehen und sein Glück zu suchen. Bei einem Besuch in der (damals noch russischen) Provinz Kars erkannte er das Potential der ausgedehnten Bergwiesen zwischen Kars und Ardahan für die Milch- und Käseproduktion und gründete zusammen mit seinem Bruder gleich mehrere Molkereien, darunter auch eine im heutigen Boğatepe – in den Räumlichkeiten ist heute das Käsemuseum untergebracht. Mit den dort ansässigen Dörflern – den fleißigen Molokanen und den türkischen und kurdischen Kleinbauern – schloss er Verträge zur Abnahme von Milch.

Einen schweren Dämpfer erlitt das blühende Geschäft mit dem „Gravyer“ gegen Ende des 1. Weltkriegs. Russland zog sich nach der bolschewistischen Revolution 1917 aus dem Kriegsgeschehen zurück. Die Provinz Kars wurde wieder ins Osmanische Reich bzw. in den Nachfolgerstaat, die junge türkische Republik eingegliedert. Die pazifistischen Molokanen verließen die Region um Kars, als sie für die Türkei Wehrdienst leisten sollten.

Wohlhabende „Karapapak“ flohen vor den Bolschewisten mit ihren Tieren aus dem sowjetischen System in die Dörfer um Kars und ließen sich in von den Molokanen verlassenen Dörfern nieder. Die Schweizer Molkereibesitzer kehrten zu ihren Hauptsitzen südlich von Tiflis zurück und ließen die Molkereien im nun zur Türkei gehörigen Gebiet zurück. Auch David Moser überließ seine Molkereien in der Provinz Kars seinem engsten Mitarbeiter, dem Käsemeister Alexander Kaiser, einem deutschen Siedler, dessen Vorfahren Anfang des 19. Jahrhunderts aus Süddeutschland nach Russland eingewandert waren. „Kaiser verheiratete seine drei Töchter an die drei Söhne eines Karapapak-Großfarmers, alle Paare führten die Gravyer-Produktion fort, bekamen eine Menge Nachkommen, und ein Enkel dieser Sippe sitzt vor euch“ – damit schließt İlhan seinen Bericht.

Erstklassige Zutaten für ein erstklassiges Produkt

Donnerwetter – was für eine Geschichte! Ich schaue mir den hünenhaften Unternehmer noch einmal genau an, kann aber keine Züge erkennen, die auf eine deutsche Großmutter hinweisen würden…

İlhan nimmt uns nun mit, damit wir mit eigenen Augen sehen, wie in seiner Molkerei Gravyer hergestellt wird. Es ist Ende August – die Blüte der alpinen Blumen und Kräuter ist fast vorbei und die Milchmenge der „Zavot“-Kühe, die übrigens den braunen Schweizer Alpenmilchkühen zum Verwechseln ähnlich sehen, hat bereits erheblich abgenommen. Im Gegensatz zur Hochsaison im Juni, wo täglich bis zu sieben Käselaibe à 70 kg produziert werden können, reicht die Milch jetzt noch für 4-5 Laibe (für einen Laib werden fast 1000 Liter gebraucht).  Die Arbeitszeiten (morgens von 8 bis 14 Uhr, abends von 19 Uhr bis Mitternacht) sind genau auf den Melkrhythmus abgestimmt. Die Verarbeitung muss beginnen, bevor die Milch kalt wird. Daher ist das Abholen der frisch gemolkenen Morgen- und Abendmilch wie ein Wettlauf gegen die Zeit. Gravyer kann nur im Sommer produziert werden – Grund dafür sind verschiedene Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, etwa die Außentemperatur, der Fettgehalt der Milch oder die in der Milch enthaltenen Bakterien, die während des Fermentierungsprozesses die Löcher erzeugen.

Die Kühe, deren Milch zu Gravyer verarbeitet wird, sind von Mitte Mai bis Mitte September – den kurzen Hochgebirgssommer lang – ohne Unterbrechung auf der Weide. Nur zum Melken am Morgen und am Abend werden sie in den Stall getrieben.  Den Rest des Jahres liegt das Dorf unter einer Schneedecke und die Kühe fressen im Stall das Heu, das ihre Besitzer im Sommer von den endlosen Almen um Boğatepe eingefahren haben. Etwas anderes bekommen die Kühe übrigens nicht – Zufüttern würde die erstklassige Qualität der Milch beeinträchtigen, und Qualität wird ganz groß geschrieben, besonders seitdem die Organisation Slow Food Gravyer aus Boğatepe als ‘Presidio’, also als ein schützenswertes, nachhaltig hergestelltes, ökologisch einwandfreies Produkt, anerkannt hat. İlhan erklärt das Prinzip: „Ein Käse ist nur so gut wie die Milch, aus der er hergestellt wurde. Und die Milch ist nur so gut, wie die Kräuter und Gräser, die die Kuh gefressen hat.“ Zu diesem Thema hat er noch eine interessante Fußnote: Auf den Weiden um Boğatepe wächst in großen Mengen Frauenmantel, eine Heilpflanze, die Menschen bei der Behandlung von Frauenleiden verwenden. Stiere mögen sie wegen ihres bitteren Geschmacks nicht, aber die Kühe fressen sie und so verleiht der bittere Frauenmantel dem Gravyer-Käse ein unverwechselbares, pikantes Aroma.

Zwischen Tradition und Moderne

Koçulus ‘Zavot’ ist eine moderne, weiß geflieste, blitzblanke Halle. Über Rohre wird die Milch in zwei riesige kupferne Kessel gepumpt, die nicht mehr, wie früher einmal, von unten mit Feuer beheizt werden. Die Kesselwand ist doppelschichtig, so dass über die Zugabe von kaltem Wasser und heißem Dampf die Temperatur genau justiert werden kann.

Es gibt hydraulische Pressen, mit deren Hilfe die Molke aus dem frischen Käse gepresst wird oder eine elektrische Winde, die, ähnlich wie auf einem Fischtrawler das mit Fischen gefüllte Netz, den Käseteig zum Abtropfen aus dem Kessel hievt. Die Moderne ist auch in Boğatepe angekommen, und dennoch wird noch heute so viel harte Arbeit von Hand erledigt, wie selbst in der abgelegensten Schweizer Alpkäserei nicht mehr.

So werden die schweren Käselaibe in der Gärkammer – hier “Sauna” genannt – nicht mit dem Roboter, sondern täglich von Hand gewendet, abgerieben und frisch gesalzen. Auch das stundenlange Umrühren der Käsemasse im Kessel, so lange, bis die richtige Konsistenz und Elastizität des Käseteigs erreicht ist, erfolgt nicht maschinell. Çağdaş Koçulu, ein Neffe von İlhan, hat Milchwirtschaft studiert und ist als Käsemeister verantwortlich für die Qualität der Zutaten, den reibungslosen Ablauf der Produktion und die optimale Reifung im Solebecken, in der Sauna (ca. 20 Tage bei 30°C) und im Lagerkeller, der zu 80% unter der Erde liegen, eine Luftfeuchtigkeit von 90% haben und nachts bei einer Raumtemperatur von 11 Grad durchlüftet werden sollte.

Ich frage İlhan, ob er daran denkt, die Produktion weiter zu modernisieren. Darauf gibt er eine bemerkenswerte Antwort: “Natürlich könnte ich in modernere Maschinen investieren. Die Ausgabe hätte sich bereits nach einer Saison ausgezahlt. Aber es geht mir ja gar nicht in erster Linie um die Rentabilität. Ich möchte diesen jungen Menschen aus meinem Dorf Arbeit geben. Sie sollen die Kunst des Käsemachens lernen. Wenn sie nach einigen Jahren dann ihre eigenen Molkereien gründen, habe ich mein Ziel erreicht.“

Ach, İlhan Koçulu – gäbe es doch bloß mehr Menschen von Ihrer Sorte…

Murmelz Tipp

Gravyer aus Boğatepe wird wegen der strengen Vorschriften für Lebensmittelimporte (noch) nicht in die EU exportiert. Da die Nachfrage auf dem Binnenmarkt – besonders seit der Unterstützung durch  Slow Food – das Angebot weit übersteigt, ist auch in den kommenden Jahren nicht damit zu rechnen. In der Türkei ist Gravyer aus Boğatepe auf den Käsetellern vieler Luxusrestaurants und -hotels zu finden, außerdem  in einigen Feinkostläden in allen türkischen Großstädten. Die Molkereien haben im Zentrum der sehr sehenswerten Provinzhauptstadt Kars ihre eigenen Käsegeschäfte. Bestellungen direkt bei der Molkerei werden per WhatsApp angenommen und in die gesamte Türkei verschickt.

Koçulu produziert neben Gravyer auch frischen und gereiften Kaschar und ‘Molokan’, einen milden, Gouda-ähnlichen Hartkäse.

Alle Infos zur Molkerei Koçulu

koculupeynircilik.com

Bestellungen über WhatsApp: +90 554 1813036

Email: info@koculupeynircilik.com


Fotocredits: © Ömer Dogan
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
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Annette HanischBodrumFeinkostLifestyle

Bodrum-Mandarinen – orange Schätze von Bodrum Yadigarı

Bodrum Mandarine close

Weiße Würfelhäuser und türkisblaue Buchten – so kennt man Bodrum, den quirligen Badeort an der türkischen Ägäisküste. Kaum ein Feriengast kennt allerdings die bunte Seite von Bodrum: Im Dezember und Januar, wenn in anderen Regionen Grau-, Weiß- und Brauntöne vorherrschen, schwelgt man hier in sattem Dunkelgrün und Orange in allen Farbabstufungen!

Auf dem Weg von Bitez-Dorf zum Strand bilden steinalte Oliven- und Johannisbrotbäume, Pappeln, Eukalyptusbäume und Stein-Eichen grüne Tunnel. Schummrig und geheimnisvoll sind die Wege hier selbst am hellichten Tage, wenn das Sonnenlicht nur hier und da durch das Blätterdach dringt.

Wer als Spaziergänger in dieses grüne Labyrinth gerät, kann kaum glauben, dass man sich nur wenige hundert Meter entfernt von der Hauptstraße mit ihren modernen Einkaufszentren und Geschäftsgebäuden befindet.

Durchs Gebüsch am Wegrand glänzt es bald gelb, bald orange hinterm dunkelgrünen Laub – Äste biegen sich unter dem Gewicht kugelrunder Orangen, prächtiger Zitronen, vor allem aber Tausender von Mandarinen! Willkommen in den berühmten Mandarinengärten der Bodrum-Halbinsel.


Wer diesem einladenden Anblick nicht widerstehen kann und nach einer Mandarine greift, wird mit einem noch anregenderen Duft belohnt – besonders, wenn wer eine echte Bodrum-Mandarine erwischt!


In Bodrum werden drei Sorten Mandarinen angebaut: die kernlose Satsuma kann bereits ab Mitte Oktober gepflückt werden, Ende November folgt die aromatische Klementine mit der kräftig orangefarbenen Schale, und ab Anfang Dezember reift die Krönung heran: die duftende Bodrum-Mandarine.

Klein bis mittelgroß, ein wenig platt, die Schale eher gelblich als orange – so unspektakulär kommt die Königin der Mandarinen daher. Aber sobald die Schale aufgebrochen ist, entfalten die ätherischen Öle ihr volles Aroma. Ob es der Meltemi ist – der thermische Wind, der an heißen Sommertagen den Zitrusgärten ein wenig Kühlung gewährt – der kalkreiche Boden, das Mikroklima, mit dem die Bodrum-Halbinsel gesegnet ist, oder ob es eine Kombination aus all diesen Zutaten ist, die der Bodrum-Mandarine ihren unvergleichlichen Geschmack verleiht? Jedenfalls gedeiht die Bodrum-Mandarine hier besser als anderswo, was 2012 auch das türkische Patentamt bestätigte. Seitdem ist „Bodrum-Mandarine“ nämlich eine geschützte geographische Angabe und hat damit den gleichen juristischen Status wie etwa die Spreewald-Gurke.

Trotz dieser internationalen Anerkennung steht die Bodrum-Mandarine derzeit von gleich mehreren Seiten unter Druck: Der Export von Bodrum-Mandarinen ist mit dem Auseinanderfallen des Ostblocks, einst dem wichtigsten Abnehmer, zum Erliegen gekommen. Veränderte Konsumentengewohnheiten haben zu einer erheblich reduzierten Nachfrage auch im Inland geführt, denn die Bodrum-Mandarine hat gegenüber anderen Mandarinensorten den Nachteil, dass sich in jeder Spalte 3-4 Kerne befinden. Und schließlich avancierten die sanft zu den Buchten der Halbinsel abfallenden Ebenen, wo sich die Mandarinengärten befinden, zu wertvollem Bauland für Hotel- und Wohnanlagen.

Bodrum Yadigarı

So gehört schon eine Portion Idealismus dazu, die von den Vätern geerbten Zitrusgärten weiter zu pflegen, obwohl mit der Ernte kein Vermögen mehr zu machen ist.

Erman Aras, Sohn von Ömer Aras, dem einst größten Mandarinenbauer der Halbinsel, der über 4000 Bäume eigenhändig gepflanzt hat, gab seinem Vater auf dem Sterbebett das Versprechen, keinen seiner Gärten zu verkaufen und sich hauptberuflich um die Mandarinen zu kümmern. Für den auf einer Eliteuniversität (mit Mandarinengeld!) ausgebildeten Physiker und langjährigen Tourismusunternehmer eine echte Herausforderung.

Wir haben uns von ihm erzählen lassen, wie er mit Einfallsreichtum, Disziplin und Freude diese Herausforderung angenommen hat. An der alten, gewundenen Straße vom Dorf Ortakent zur Küste, am Rande des größten Gartens, den Erman von seinem Vater geerbt hat, liegt die Manufaktur “Bodrum Yadigarı”. Ein Name mit Programm: Yadigar war nicht nur der Name seiner Mutter, sondern bedeutet auch ‘Andenken, Erinnerungsstück’ – hier wird eine Tradition fortgeführt.

In den Jahrzehnten zwischen 1950 und 1970, als der Mandarinenhandel boomte, wurde die kostbare Fracht auf dem Kamelrücken zur Küste getragen, von dort mit Ruderbooten an Deck eines Holzfrachters vom Schwarzen Meer geladen und nach Istanbul verschifft. An diese Tradition knüpft Bodrum Yadigarı an, wenn zwischen Ende November und Ende Februar auf Internet-Bestellung Geschenkkisten mit 3, 6 oder 9 kg frisch gepflückten Mandarinen per Kurierdienst an jede gewünschte Adresse in der Türkei verschickt werden.

Übrigens: die Mandarinen von Bodrum Yadigarı sind unbehandelt, der Anbau wird seit Jahren organisch, ohne jegliche Zugabe von Pestiziden und Kunstdünger betrieben.

Köstliche Mandarinen-Produkte

Angesichts der reichen Ernte (jährlich zwischen 75 und 95 Tonnen) musste Erman sich noch mehr einfallen lassen: Seine Frau Filiz, eine begeisterte Köchin, begann mit Marmeladen und Konfitüren zu experimentieren. Leicht und fruchtig sollten sie sein, keine zuckergetränkten Kalorienbomben. Schließlich verzichtete sie ganz auf Zucker und verwendete stattdessen Apfelkonzentrat. Eine geniale Lösung – köstlich und gesund!

Neben Mandarinen werden natürlich auch die anderen Delikatessen aus dem Zitrusgarten verarbeitet: Orangen, Zitronen, Bitterorangen und Bergamott. Wer sich für Süßes begeistert, dem seien Lokum aus Mandarinensaft empfohlen. Auch die gewöhnlich extrem süßen „Turkish Delight“ werden von Bodrum Yadigarı ohne Zugabe von Zucker (ersetzt durch Dattelextrakt) hergestellt. Statt des Puderzuckers, der herkömmlich das Aneinanderkleben der Fruchtgummiwürfel verhindert, wird ein Mehl aus getrockneten Mandarinenschalen verwendet. Das unverwechselbare Aroma der Bodrum-Mandarine wird in getrockneten Fruchtchips ebenso eingefangen wie in einem raffinierten Mandarinen-Sorbet.

Der betörende Duft der Bodrum-Mandarine ist geradezu prädestiniert für die Herstellung von erfrischenden, bei Türken extrem beliebten Duftwässern. Und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Bodrum Yadigarı ihr eigenes Mandarinen-“Kolonya” (so genannt nach dem großen Vorbild Kölnisch Wasser) auf den Markt bringen. Die Experimente seien jedenfalls vielversprechend, verrät mir Erman.

Nach meinem Besuch in der Manufaktur bin ich überzeugt: das Angebot an neuartigen organischen Mandarinenprodukten wird sich in den nächsten Jahren noch erweitern. An Material und schöpferischem Elan fehlt es jedenfalls nicht!

Auch wenn der Genuss der reifen Bodrum-Mandarine nur den Winter-Besuchern vorbehalten ist, gibt es einen Trost für die Sommer-Touristen: die noch kleinen, grünen Bodrum-Mandarinen sind die perfekte Zutat für einen erfrischenden Gin Tonic – oder den köstlichen „Silencio-Cocktail“ auf Vodka-Basis, den wir im Limon Café in Gümüslük so sehr lieben.

Murmelz loves!


Bodrum Yadigarı

www.bodrummandalini.com

Bestellungen sind über die Website oder per WhatsApp: +90 533 6223718 möglich.


Fotocredits: © Ömer Dogan
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
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FeinkostLifestyleWien

Weihnachtstipp: Kulinarische Klassiker aus dem Sacher Koch- und Backbuch

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Kulinarische Klassiker rund um Weihnachten – schon werden Kindheitserinnerungen wach! Besonders in der kalten Jahreszeit lieben wir die österreichische Küche, die heute eher leicht und nicht zwingend mächtig daherkommt. Auf der Suche nach neuen Rezept-Ideen haben wir jüngst das Sacher Kochbuch und das Sacher Backbuch für uns entdeckt: darin präsentieren die besten Köche aus dem legendären Wiener Grandhotel ihre modernen Varianten vieler alpenländischer Klassiker, die sie aus regionalen und natürlich saisonalen Produkten kreieren.

Gut geschmeckt haben uns die klassischen Suppen: Griesnockerl, Nudel- oder Leberknödelsuppe, geräucherte Forelle mit weißem Spargel, das klassische Wiener Schnitzel mit Petersil-Erdäpfeln, die zarte Rindsrouladen mit besonders sämigem Erdäpfelpüree, der Apfelstrudel und die chice Malakofftorte.

Österreichische Klassiker zum Fest

Wie wäre es zu Weihnachten also vorneweg mit einem gebeizten Tafelspitz, gefolgt von einer krossen Barbarie-Entenbrust mit fruchtiger Orangen-Thymian-Vinaigrette und zum Dessert (Soulfood-Alarm!): samtige Marillenknödel oder echte Wiener Wäschemadeln? Wer’s nicht kennt: das sind mit Marzipan gefüllte Marillen (Aprikosen), die in einem dünnen Teig kross herausgebacken werden. Fisch-Liebhaber sollten unbedingt den Heilbutt flankiert von einer Crème aus Spinat, Hanfspiralen und Zitronensauce versuchen… frisch und leicht – das bringt Freude auf die Teller!

Murmelz Tipp

Wem Begriffe, wie Karfiol, Paradeiser, Lungenbraten & Co eher wenig sagen – keine Sorge: in beiden Büchern werden klassisch österreichische Begriffe alltagstauglich ins Deutsche übersetzt.

Charmant sind in beiden Büchern auch die zahlreichen Geschichten und Anekdoten, die nicht nur einen Blick hinter die Kulissen des ehrwürdigen Hotels werfen, sondern auch über die einzelnen Produkte, deren Herstellung und – ganz wichtig – die Menschen dahinter berichten.

Murmelz likes!


Wer nun Lust hat, die Rezepte aus dem Wiener Sacher auszuprobieren, wird hier fündig:

Sacher Kochbuch

Link zum Sacher Kochbuch

Sacher Backbuch

Link zum Sacher Backbuch


Fotocredits: © Hotel Sacher, Wien
Unbezahlte Werbung, da Produktnennung.
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FeinkostFelix FichtnerLifestyle

Kaviar, Lachs & Champagner – Hors d’oeuvre zu Weihnachten by Feinkost Käfer

Delikatessen by Kaefer Kaviar Balik Lachs Blinis Murmelz klein
Advertorial

Weihnachten und Silvester – the most wonderful time of the year. Besonders kulinarisch, denn jetzt im Winter haben unglaublich viele feine Delikatessen Saison. Verführerische Trüffel, knackiger Kaviar, zarter Lachs und cremige Rohmilchkäse – sie alle schmecken jetzt besonders gut! Vor allem, wenn sie ohne Stress am eigenen Herd auf den Tisch kommen. Felix Fichtner ist im Käfer Feinkostladen auf Entdeckungsreise gegangen und empfiehlt luxuriöse Hors d’oeuvre zum Fest!

Entspannter Luxus auf dem Teller

Im Advent, zu Weihnachten und an Silvester ist Verwöhnen angesagt! Dafür überlegen sich Hobbyköche überall auf der Welt meist mehrgängige Menüs, die mit seltenen Zutaten und experimentellen Zubereitungsarten überraschen. Allzu schnell werden diese Vorhaben für die Köche aber leider zu Marathon ähnlichen Herausforderungen und minimieren Ruhe, Entspannung und Genuss, in der eh schon kurzen Weihnachtszeit.


Bei uns Zuhause haben wir deshalb seit einigen Jahren eine simple Regel für die letzten Wochen im Jahr eingeführt: jeder darf sich eine Lieblings-Delikatesse zum Fest wünschen. Ein exklusives Produkt, dass es das restliche Jahr über nicht gibt. Und einfach zubereitet muss es schmecken! Denn für uns sind Abende mit Freunden oder der Familie wirklich etwas Besonderes. Wenn wir miteinander viel Zeit verbringen, gemeinsam lachen, diskutieren und ratschen. Wenn gutes Essen und Trinken die Magie des Abends unterstreichen, aber die Menschen am gemeinsamen Tisch die wichtigsten Haupt-Akteure sind.

Luxus Hors d’oeuvre

Zum kommenden Weihnachtsfest haben wir uns für besonders entspannten Luxus entschieden. Eine Auswahl an feinsten, kalten Vorspeisen aus dem Käfer Feinkostladen:

Balik Lachs Fillet Tsar Nikolaj

Das 350g schwere, geräucherte Lachs-Filet ist eine wahre Delikatesse. Satt orange-rot in der Farbe, festes, muskulöses Fleisch, fein buttrig im Geschmack. Das leicht rauchige Aroma und der geringe Salzgehalt harmonieren perfekt mit dem Lachs-Geschmack. In feinen Tranchen geschnitten und zusammen mit etwas frisch geriebenem Meerrettich auf knusprigem Epi oder Baguette entsteht daraus ein schlicht himmlisches Lachsbrötchen. So rein, so simpel im Genuss wie eben nur allerbeste Rohstoffe schmecken können.


Für die Herstellung des besonders milden und feinen Lachs-Rückenfilets werden in den eiskalten Fjorden in Norwegen nur die allerbesten Salmo Salar aus dem Wasser gezogen. Das Wasser ist ausgesprochen rein und mineralstoffreich – der Grundstock für die ausgezeichnete Qualität der Fische. Das Rückenfilet wird verschwenderisch aus der ganzen Lachsseite geschnitten und anschließend nach alter Tradition des russischen Zarenhofes in traditionellen Räucherkammern mit feinblauem Rauch vollendet. Das Originalrezept geht auf den Hoflieferanten des letzten russischen Zaren Nikolaj II. zurück. Pro Jahr werden bei Caviar House & Prunier in der Schweiz übrigens nur 1.000 Filets der Sorte Balik No.1 produziert. Eine Delikatesse von höchster Güte – da überrascht es kaum, dass die Schweizer Fluggesellschaft Swiss bis vor kurzem in ihrer First Class statt dem obligatorischen Kaviar-Service feine Tranchen vom Balik Lachs kredenzt hat.

Imperial Caviar Käfer Selection

Eine frisch geöffnete Dose Kaviar lässt die Herzen vieler Foodies höher schlagen. Kopf an Kopf liegt das gräulich-schwarze Korn in der goldenen Schatulle und wartet darauf mit handgefertigten Perlmutt-Löffeln zum ersten Test auf den Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger gestrichen zu werden. Echte Kaviar-Kenner bestehen auf diesen „handfesten“ Test, weil ihrer Meinung nach nur so, die Qualität des Stör-Rogen beurteilt werden kann. Zuhause lieben wir Kaviar mit seinen klassischen Begleitern. Neben frischen Blinis, die es inzwischen in anständiger Qualität zu kaufen gibt, schlicht mit reiner Crème fraîche, fein gehackten Schalotten und getrennt gehacktem Eigelb, wie Eiweiß. Hervorragend schmeckt diese Kombination anstatt auf Blinis auch mit frisch gedämpften Kartoffeln. Ein Gericht, so einfach und doch zum Reinlegen gut!

Die Käfer Kaviar Selection hat mittelgroße, pralle Körner und überzeugt mit einem nussig-würzigen Arome auf der Zunge. Der Rogen stammt vom Sibirischen Stör (Acipenser baerii). Wie die Kollegen im Kaspischen Meer, können die Baerii-Störe bis zu 3m lang und einige hundert Kilo schwer werden. Überraschenderweise gedeiht diese Stör-Art in Gefangenschaft besonders gut, weshalb sie nach 6-8 Jahren diesen besonders hochwertigen Kaviar liefert.

Dom Pérignon Vintage 2009

Mit seiner feinen Perlage und der ausgewogenen Mineralität harmoniert der aktuelle Dom Pérignon 2009 hervorragend zu Kaviar und Balik Lachs. Ein Wein voller Energie und Frische. Aus reifen reichhaltigen Trauben, die ein exotisches Geschmacksbild prägen. Vollmundig, mit Struktur und Tiefe. Ausdrucksstark, aber nicht zu intensiv und ausgewogen in der Säure – mit langem Abgang und einem spannenden Zusammenspiel von Tanninen und Salzigkeit. Ein Champagner von größter Güte und Eleganz – simply perfect!


Bereits 1694 pries Dom Pierre Pérignon einem Kunden aus Epernay sein Produkt mit den Worten an: „Monsieur, ich sende Euch 26 Flaschen des besten Weins der Welt“. Damit dokumentierte der Abt bereits damals das Gelöbnis zu Perfektion und höchster Qualität, das noch heute alle Kellermeister von Dom Pérignon ablegen. Und das schmeckt man.

Völlige Entfaltung erfahren die luxuriösen Bubbles in den Jahrgangs-Champagner-Gläsern aus der Riedel Sommelier-Serie. Eleganz im Design trifft auch hier auf handwerkliche Perfektion und ermöglichen uneingeschränkten, trinkfreudigen Genuss.

Murmelz Dekoration

In diesem Jahr haben wir uns für ein kleines Winter Wonderland auf dem Tisch entschieden. Mit weißen Perlen verzierte Weihnachtskugeln wurden zu kleinen Tisch-Vasen, die mit etwas Tannengrün und edlen Schneerosen kreative Eleganz auf die Tafel zaubern. Dazu funkelt das wunderschöne Tiffany-Besteck „Chrysanthemum“ im Art Noveau Style. Abgerundet wird unser winterlicher Zauberwald durch die verspielten Zoo-Messerbänkchen aus der Nile & Co Serie von Fürstenberg Porzellan.

Murmelz Tipp

Allen Genießern, die wie wir wirklich entspannte Festtage verbringen möchten, empfehlen wir übrigens den Concierge-Service der Käfer Bestellabteilung. „In der Schlange stehen und sich ums letzte Baguette am Heilig Abend streiten“ gehören damit endgültig der Vergangenheit an.


Sämtliche Spezialitäten aus dem Feinkostladen, sowie Klassiker zu Weihnachten und Silvester können über den Käfer Einkaufszettel bestellt werden. Personal Shopper stellen anschließend handverlesen und frisch die individuellen Einkaufskörbchen zusammen, die entweder geliefert werden oder zur Abholung bereitstehen. Persönlich getestet haben wir den Käfer Concierge Service bereits einige Male – Murmelz likes!

Für die Infos zum „Einkaufszettel“ einfach hier klicken.

KÄFER FEINKOSTLADEN

Prinzregentenstraße 73 | 81675 München

www.feinkost-kaefer.de/feinkostladen

Hier gehts zum “Einkaufszettel”

www.feinkost-kaefer.de/einkaufszettel


Fotocredits: © Felix Fichtner/Murmelz. Food Travel.
+ Advertorial + Feinkost Käfer und Murmelz Food & Travel sind gemeinsame Genussbotschafter.
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Blütenrein – Roter Basilikumsirup aus München

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Rote Blüten so weit das Auge reicht. In der Luft ein frisch-würziger Duft. Süßlich, balsamisch, leicht und entspannt. Es riecht nach Sommer, nach dolce far niente und es brummt und summt um uns herum: auf Paul Peteanus Basilikum-Feldern in Unterföhring bei München. Seit 2016 baut der studierte Agrarwissenschaftler hier das afrikanische Basilikum African Blue an und produziert aus den schmucken Blüten des mediterranen Krauts als einziger auf der Welt seinen leuchtend roten Sirup: Blütenrein.

Einzigartig, regional, nachhaltig

Foodie und Entrepreneur Paul Petenau liebt es mit Lebensmitteln zu experimentieren. Seine neuesten Coups rund um Gewürze und Geschmacksexplosionen veröffentlicht er unter dem Label Paul’s Selections und natürlich auf Blütenrein, dem Zuhause des roten Basilikum-Sirups. Gut gefallen hat uns auch die feine Basilikumblüten-Schokolade, die ebenfalls in Bayern produziert wird.

Selbstverständlich und ohne viel Tamtam setzt der Kräuterliebhaber bei seinen Produkten auf Regionalität und Nachhaltigkeit. So werden die filigranen roten Basilikum-Blüten nur von Hand geerntet, schonend getrocknet und anschließend mit einer geheimen Rezeptur und ohne chemische Zusätze in Bayern zum fein-würzigen Basilikum-Sirup verarbeitet.

Natürlich verzichtet der Sirup-Produzent auch beim Anbau der Blüten auf Spritzmittel oder Pestizide. Gesunde Lebensmittel will Paul Peteanu seinen Kunden verkaufen – das liegt ihm am Herzen. Genauso wie ein gesundes Öko-System. Tagein und tagaus bevölkern Schmetterlinge, Bienen und Hummeln seine Felder, die sogar gänzlich ohne Dünger auskommen und damit wirklich ein natürliches Biotop bilden.

Auf diese Weise werden die Böden nicht ausgelaugt und die Pflanzen liefern trotzdem eine hohe Qualität. Bio-Vielfalt in der Natur, die man schmeckt.

Basilikum-Blütensirup & mehr

Paul Peteanus Basilikumblüten-Sirup ist in formschönen Halbliter-Flaschen erhältlich. Er eignet sich hervorragend für Schorlen, Limonaden und alkoholische Mixgetränke aber auch zur Verfeinerung von Salaten, Fisch- und Fleischgerichten, Gemüse sowie für sommerliche Desserts, Soßen und Marinaden. Der Phantasie von Foodies und Gourmets sind quasi keine Grenzen gesetzt. Probiert haben wir bereits den frischen Occam Sprizz (Sirup, Prosecco, Soda) und den süffigen Flower Fizz (Sirup, Gin, Soda) – noch mehr Rezepte finden sich hier auf der Rezepte-Website von Blütenrein.

Murmelz Shopping Tipp

Erhältlich ist der Blütenrein Basilikum-Sirup auf der eigenen Website oder auch in den deutschen Kaufhof-Filialen. Mittlerweile ist Paul Peteanus roter Saft auch in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz erhältlich – alle Infos dazu gibt es auf der Website.

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BLÜTENREIN

rein@blueten-rein.de | www.blueten-rein.de


Fotocredits: © Blütenrein
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
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Feinkost

Snackification: Yammbits – feine Fruit Balls

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Snackification: Fruit Balls

Trendforscherin Hanni Rützler hat Snackification zu einem der Food Trends in 2020 bestimmt. Dabei werden Hauptmahlzeiten durch gesunde Zwischenmahlzeiten ersetzt – meist aus Mangel an Zeit. Elena und Julian Berhang, die beiden Gründer von Yammbitskennen dieses Gefühl: nach der Geburt ihrer Zwillinge bei gleichzeitig zwei Vollzeit-Jobs blieb eine ganzheitliche Ernährung immer wieder auf der Strecke.

Während dieser Zeit kam den beiden aber auch die Idee, einen leckeren, natürlichen und nachhaltigen Snack zu erfinden: die Fruit Balls waren geboren.

Obst essen wird praktisch

Für Elena und Julian ist frisches Obst ein unschlagbarer Snack – leider aber nicht immer praktisch. Beim Transport wird so manche Banane gern zerdrückt, waschen oder schälen sind unterwegs oft eine Herausforderung. Bei den Yammbits Fruit Balls entfällt diese Hürde: Neun Kugeln stecken in jeder Verpackung, die schön nachhaltig zu 80% aus recycelten Rohstoffen hergestellt wird.

Und erst der Inhalt:

Die Fruit Balls bestehen rein aus besten Bio-Rohstoffen und sind vegan, gluten- und laktosefrei. Aktuell gibt es sie in drei Geschmacksrichtungen: Aprikose-Mango, Cocos-Aronia oder Granatapfel-Cassis-Himbeere. Anstatt Palmöl verwendet Yammbits übrigens als einzige auf dem Markt Cashewmus. Es macht die Fruit Balls saftiger und “gschmackiger”.


Murmelz Vote

Wir haben die fruchtigen Kugeln getestet und für gut befunden – unser Liebling bei der Verkostung: Cocos-Aronia. Murmelz likes!

Alle Infos zu den Yammbits Fruit Balls gibt es hier: yammbits.de.

Und beim Food Start Up-Contest: startnext.com/yammbits


Fotocredits: © Yammbits
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung
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FeinkostFelix FichtnerÖsterreichWien

Xocolat Kontor, Wien – alle Schokoladen dieser Welt

Xocolat Pralinen

Schokolade macht glücklich! Besonders, wenn sie in so mannigfaltigem Gewand daherkommt, wie im Xocolat Kontor im malerischen Wiener Palais Ferstel. Über 400 (!) ausgewählte Tafelschokoladen, an die 100 Sorten Konfekt und zahlreiche weitere Spezialitäten aus und mit Schokoladewerden hier feil geboten. Zu Recht gilt das Stammhaus der österreichischen Schokoladen-Wunderwelt zu den weltweit besten Adressen für anspruchsvolle Genießer!

Neun Xocolat-Kontore gibt es mittlerweile in Österreich, sie alle offerieren ausgewählte Schokoladespezialitäten mit edlem Kakao, großem Geschmack und nachvollziehbarer Herkunft. Ergänzt wird der wahrgewordene Schoko-Traum durch die hauseigene Xocolat Manufaktur, die ein umfangreiches Sortiment verführerisch süßer bis herzhaft herber Köstlichkeiten verfertigt. Besonders angetan haben es uns die Sorten Moosbeere und Ocumare, ein exquisiter Roh-Kakao aus Venezuela.

Dabei versteht es sich von selbst, dass die süßen Sünden rein aus Premium-Schokoladen und anderen feinen Zutaten und natürlich ohne künstliche Aromastoffe und Konservierungsmittel hergestellt werden. Fast alle Produkte können personalisiert werden und bieten sich als ausgefallene Geschenke an.

Murmelz Vote

Ein Schokoladen-Paradies für anspruchsvolle Naschkatzen und weitgereiste Connaisseure, die eine profunde Beratung rund um internationale Geschmackserlebnisse lieben.


XOCOLAT KONTOR

Freyung 2 | A-1010 Wien

www.xocolat.at


Fotocredits: © Xocolat Wien
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
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FeinkostFelix FichtnerÖsterreichWien

Ferrari Gelato, Wien – Natural Ice-Cream

Ferrari Gelato 1

Il Grande Segreto?

Immer frisch und ausschließlich beste Zutaten! Das ist das Geheimnis von Ferrari Gelato in Wien in der Krugerstraße 9, sowie neuerdings auch mit dem Ferrari Café in der Annagasse 3 – jeweils im 1. Bezirk.

Wer nach bestem italienischen Eis und Sorbet in traditioneller Herstellung sucht, ist hier genau richtig! Handwerkskunst und eine schier unersättliche Liebe zu besten Lebensmitteln wird hier ganz selbstverständlich gelebt. So röstet Inhaber Pietro Viscovich die Nüsse für sein Gianduia-Eis natürlich selbst – anschließend verwandelt er sie direkt im Verkaufsraum ins wohl beste Eis der Stadt!

Espressoliebhaber können das schwarze Gold tradizionale oder in Bio-Qualität genießen – und wer vom feinen Eis gar nicht genug bekommen kann, der ordert das Ferrari-Gelato-Mobile nach Hause oder auf die nächste Party.

Murmelz likes!


Ferrari Gelato

Krugerstraße 9 | A-1010 Wien

www.ferrari-gelato.at


Fotocredits: © Ferrari Gelato
Redaktioneller Beitrag | Keine Werbung.
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FeinkostFelix FichtnerÖsterreichWien

Lingenhel, Wien – Feinkost, Käserei & Restaurant

Lingenhel Impression 1
Das Lingenhel in Wien? Ein Mix aus Käse-Erlebniswelt, urbaner Lebensmittel-Werkstatt und Genuss-Oase für echte Feinschmecker! Betritt man das Lokal, fällt zunächst die lange, beeindruckend gefüllte Vitrine auf, in der es seltene Köstlichkeiten, wie zum Beispiel einen Eselsmilchkäse gibt. Zweimal in der Woche wird direkt hier im Restaurant hinter einer Glaswand gekäst – von keinem geringeren als Robert Paget, dem “Mann, der mit den Büffeln tanzt”.
Doch nicht nur der Feinkost-Laden, auch die Küche im Lingenhel ist einen Besuch wert. Chef de Cuisine Mario Schneider, vormals im Taubenkogel, zaubert aus ehrlichen, hochwertigen Zutaten feine, saisonale Gerichte für in der Früh, mittags und abends.

Murmelz Vote

In der Lingenhel-Welt liegt der Fokus auf den Produkten, die von Experten unterschiedlicher Disziplinen zu echten Hochgenüssen verwandelt werden. Eine Lebensmittel-Werkstatt, wie wir sie lieben.


LINGENHEL

Landstraßer Hauptstraße 74 | A-1030 Wien

www.lingenhel.com


Fotocredits: © Lingenhel
Redaktioneller Beitrag | keine Werbung.
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